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Wintereinbruch : Glatte Straßen im Berufsverkehr

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Erster Schnee des Jahres erwischte Autofahrer kalt . Viele Unfälle im Landkreis. Winterdienst kam teils schwer mit Situation zurecht.

svz.de von
erstellt am 05.Jan.2017 | 16:59 Uhr

Viele Unfälle und spiegelglatte Straßen im Berufsverkehr: So erlebten Autofahrer den ersten Schneetag des neuen Jahres. Leser schilderten ihren Eindruck, dass der Winterdienst vielerorts die Gefahren nicht gänzlich beseitigen konnte. Trotz der nächtlichen Einsätze.

Zwischen Mittwochabend 19 Uhr und Donnerstagmittag registrierte die Polizei auf winterlichen Straßen im Landkreis Ludwigslust-Parchim 22 Glätteunfälle. Dabei gab es drei leicht Verletzte. Schwerpunkt war die Autobahn 24 zwischen dem Rastplatz Stolpe und Zarrentin. „Mehrere Autos gerieten auf rutschigen Straßen außer Kontrolle und prallten gegen Schutzplanken oder stießen mit vorausfahrenden Fahrzeugen zusammen“, so Klaus Wiechmann, Sprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust. Leicht verletzt wurden ein Fahrer und ein Beifahrer, als ihr Pkw auf der A 24 bei Bandenitz bei einem Abbremsmanöver ins Schleudern geriet und in den Straßengraben rutschte. In der Nähe wurde ein Räumfahrzeug des Winterdienstes bei einem Unfall demoliert. Ein Lkw war auf einen Pkw mit Anhänger aufgefahren, der gegen das Räumfahrzeug geschoben wurde. Auf der Landesstraße 09 zwischen Neuburg und Parchim wurde ein 24-Jähriger leicht verletzt, als er mit seinem Mitsubishi in einer Kurve ins Schleudern kam. Das Fahrzeug überschlug sich und blieb im Straßengraben auf dem Dach liegen. Weitere Glätteunfälle ereigneten sich unter anderem bei Grabow, Weitendorf, Kuhlen, Leezen, Tramm und Pampow. In der Parchimer Fichtestraße rutschte ein abbiegendes Auto gegen einen parkenden Pkw.

Für die Bundes- und Landstraßen in einem Teil der Region ist die Straßenmeisterei Lübz zuständig. Seit 18 Uhr waren die Fahrzeuge am Mittwochabend mit sieben Mitarbeitern unterwegs. „Es sind sehr unterschiedliche Schneehöhen und Temperaturen von Plau bis Parchim, aber wir haben es im Griff“, so Horst Ferber von der Straßenmeisterei. Donnerstag am Vormittag waren seine Mitarbeiter erneut unterwegs, „um noch einmal nachzustreuen“. Trotz des Einsatzes war beispielsweise auf der Bundesstraße 321 von Parchim Richtung Schwerin die Fahrbahn im Berufsverkehr sehr glatt. Ferber, auf dieser Straße bis zum Abzweig Domsühl zuständig, erklärte, dass das gesamte Netz gegen Mittag und gegen Abend noch einmal gestreut werde. „Wir tun unser Bestes.“

Die Mitarbeiter der Kreisstraßenmeistereien waren am Morgen seit drei Uhr im Einsatz und drehten am Vormittag ihre zweite Runde, um Feuchtsalz aufzubringen, sagte Michael Pilling aus dem zuständigen Fachdienst in der Kreisverwaltung. Es sei sehr nasser Schnee gefallen, der teils aufgetaut und wieder angefroren sei.

Sämtliche Fahrzeuge der Straßenbauverwaltung und der Vertragspartner waren nach Information der zuständigen Meistereien ordnungsgemäß im Einsatz, teilte das Verkehrsministerium auf SVZ-Anfrage mit. Der Straßenwinterdienst auf den Bundesautobahnen sei für einen 24-stündigen Streu- und Räumeinsatz ausgelegt und wurde entsprechend durchgeführt. Aufgrund der Wetterbedingungen und der Umlaufzeiten der Räumfahrzeuge könne es jedoch trotzdem zu Schneedeckenbildung oder überfrierender Nässe bis zur nächsten Durchfahrt kommen.

Für die für den überörtlichen Verkehr wichtigen Straßen – die Bundes- und Landesstraßen – gelte grundsätzlich keine 24-stündige Einsatzzeit. Hier beginne die Einsatzrufbereitschaft in der Regel bei Bedarf um drei Uhr und ende um 22 Uhr. Nichtsdestotrotz habe die zuständige Straßenmeisterei für den Abschnitt der Bundesstraße von Schwerin aus über Crivitz in Richtung Parchim aufgrund der Wetterlage entschieden, in der vergangenen Nacht durchgehend den Winterdienst durchzuführen. Im Streckenabschnitt Schwerin - Crivitz - Parchim sei außerplanmäßig im Zeitraum zwischen null und zwei Uhr einen erster sowie zwischen 3.30 und 5.30 Uhr ein zweiten Räum- und Streuumlauf gefahren worden.

In vielen Dörfern waren die Gemeindearbeiter dabei, öffentliche Straßen und Wege frei zu halten. In Mestlin war beispielsweise Rainer Nörenberg seit 5 Uhr mit der Technik unterwegs.

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