Parchim : Gesprühte Menschenbilder

Setzt am liebsten Menschen in Szene: Volker Timm (r.) gab während der Vernissage in der Galerie von Eckhard Bergmann (l.) Einblicke in sein Schaffen.
Setzt am liebsten Menschen in Szene: Volker Timm (r.) gab während der Vernissage in der Galerie von Eckhard Bergmann (l.) Einblicke in sein Schaffen.

Volker Timm malt mit der Airbrushpistole - Werke des Parchimers sind jetzt in der Kreisstadt zu sehen

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09. Mai 2018, 12:00 Uhr

Wer im vergangenen Jahr aufmerksam die Kunstschau in der Stadthalle durchstreift hat, dem werden sicher noch die Bilder „Soldaten II“ und „Alte Frau“ von Volker Timm in Erinnerung geblieben sein. Und wem das Lust gemacht hat, mehr von diesem Parchimer Künstler zu sehen, der hat ab sofort dazu die Gelegenheit. Die Galerie „ebe“ zeigt mit „Menschen – Bilder“ in ihrer 160. Ausstellung Werke von Volker Timm.

Wer die Räumlichkeiten in der Lübzer Chaussee betritt, dem fallen nicht nur sofort die teilweise kräftigen Farben auf. Auch die ausdrucksstarken Gesichter, die dem Betrachter von den groß- und kleinformatigen Leinwänden direkt anzublicken scheinen, sind bemerkenswert.

Zu entdecken sind Musiker, ebenso wie Flamenco-Tänzerinnen und Politiker. Candy Dulfer ist dort präsent, Paco de Lucia, aber auch Angela Merkel im Kreise anderer Regierungschefs. Seine besondere Freude daran, Musiker in Szene zu setzen, kommt nicht von ungefähr. Volker Timm war selbst jahrelang Musiker, spielte von 1978 bis in die Wendezeit hinein als Gitarrist und Sänger in verschiedenen Bands. Seine Leidenschaft für die Musik ist ihm auch danach nie verloren gegangen. „Ich höre unheimlich gerne Musik, dabei bin ich auf kein bestimmtes Genre festgelegt“, verrät er während der Vernissage. Volker Timm wurde 1959 in Parchim geboren. Er ist gelernter Bühnenmeister, arbeitete am Schweriner, Parchimer und Güstrower Theater und entwarf eigenständig diverse Bühnenbilder. Aktuell ist er Mitarbeiter der Stadt Parchim und vielen sicher aus der Stadthalle bekannt. In seiner künstlerischen Arbeit befasst er sich mit verschiedenen Medien und übernimmt außerdem zahlreiche regionale und überregionale Aufträge im öffentlichen Raum. Seine Kreativität auszuleben mache ihm Freude. Seine Inspiration sei das, was um ihn herum geschieht, so der Künstler. Dabei setzt er Kreide, Acryl, Bleistift und Airbrushtechnik ein, um die Bilder aus seinem Kopf auf die Leinwand zu bringen. „Es sind Gesichter, die mich reizen oder Fotografien aus Zeitungen. Vieles kommt auch aus meiner Fantasie“, sagt Timm. Und genauso erscheint es auch, wenn seine Zeichnungen und Bilder betrachtet werden, die auf den ersten Blick einen gewissen Fotocharakter haben. Umso erstaunter ist man dann, wenn sich bei näherem Hinsehen das Motiv als gemalt und/oder gesprayt entpuppt. Auch das macht den Reiz dieser Exposition aus, die nun bis Ende Juni bei „ebe“ zu sehen ist.

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