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23. Schau des Künstlerbundes MV mit großer Resonanz : Geschichtsträchtiges Haus erobert

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Seit gestern Abend hat die 23. Kunstschau des Künstlerbundes Mecklenburg und Vorpommern e.V. unter dem Motto "analog+digital // Kunst und Vernetzung" im Kulturhaus Mestlin ihre Pforten geschlossen.

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erstellt am 28.Jul.2013 | 05:43 Uhr

Mestlin | Seit gestern Abend hat die 23. Kunstschau des Künstlerbundes Mecklenburg und Vorpommern e.V. unter dem Motto "analog+digital // Kunst und Vernetzung" ihre Pforten geschlossen. Anlässlich der Finissage am gestrigen Sonntag gab es noch einmal eine Vielzahl von kulturellen Angeboten.

Am Sonnabend waren erneut die Führungen mit der Kuratorin Antje Schunke sehr gefragt. Während am Sonnabend zuvor die Mestlinerin Lotte Hansen daran teilnahm und über die Geschichte des Kulturhauses aus eigenem Erleben berichtete, war diesmal Anna Biermann vom Verein Denkmal Kultur Mestlin e.V. diejenige, die diesen Part übernahm. Im Anschluss gab es "Salongespräche" mit einigen der anwesenden Künstlerinnen in der einstigen Klubgaststätte, die leider nur sehr mäßig besucht war.

Dabei war es schon interessant, aus erster Hand zu erfahren, wie sich die Künstler auf diese Ausstellung vorbereitet hatten und wie sie ihre Ideen umsetzten. Geleitet wurde diese Veranstaltung von Katrin Rohnstock, Gründerin und Inhaberin des Rohnstock Biografien Verlag in Berlin und dortige Mitinitiatorin des Freundeskreises für den Mestliner Verein Denkmal Kultur e.V.

Jeder Künstler hat auf seine Weise das Haus erschlossen

Bei diesen Salongesprächen wurde deutlich, dass sich die Künstler seit der Erstbesichtigung der Ausstellungsräume im Februar vor Ort intensiv vorbereitet haben und sich zum einen mit der Geschichte des Kulturhauses und mit dem Ort Mestlin und seinen Menschen vertraut machten. "Jeder hat auf seine Weise und für sich das geschichtsträchtige Haus erschlossen", waren sich die Anwesenden einig.

Auch am gestrigen Sonntag präsentierten verschiedene Künstler zum Abschluss unterschiedliche Aufführungen. So Regina Zacharski aus Dragun oder auch Marina Konolova aus Glashagen, die zu Arbeiten von Britta Naumann aus Rostock eine Tanzperformance bot. Höhepunkt und Abschluss war das Reggae-Konzert mit der Gruppe Sattatree aus Berlin, die am Abend gastierte.

"Insgesamt bin ich sehr zufrieden. Die Resonanz seitens der Künstler und der Besucher ist sehr positiv. Rund 1500 Besucher haben wir verzeichnen können und das ist ein gutes Ergebnis für einen Ausstellungsort, der eigentlich etwas abgelegen ist", so die Kuratorin Schunke. Sie lobt vor allem die enge Kooperation des Künstlerbundes des Landes mit der Gemeinde, mit der Kirche, dem Friseur im Ort… "Das zeigt, dass das Verweben der Ausstellung mit dem Ort bestens geklappt hat und das war der Sinn", sagt sie und dankt auch dem Verein Denkmal Kultur Mestlin, für seine Unterstützung.

Editha Marquardt schrieb u.a. ins Gästebuch, dass "…es enorm wichtig ist, ein Zentrum der sozialen Verbindung wiederzubeleben, um das Aussterben der ländlichen Besiedlung aufzuhalten." Bianca und Nicola schrieben, dass sie "sehr beeindruckt" sind und es "wunderschön" war. Beide haben nach eigenen Worten schon lange nicht "so eine tolle Ausstellung" gesehen.

Bärbel und Jürgen Fentzahn aus Schwerin empfehlen in ihrem Eintrag, dass "der Förderverein für das Kulturhaus nicht den Ehrgeiz haben sollte, das Haus wieder blitz-blank wie zu DDR-Zeiten zu renovieren. Vergangenes muss auch sichtbar bleiben". Beide waren des Öfteren im Kulturhaus und loben, dass bereits viel geschafft worden ist.

Auch die nächste Ausstellung ist bereits in Sicht. Vom 15. bis 17. November gibt es die Zweitauflage von "hinterland", dem Marktplatz für Kunst, Mode, Handwerk und Design. Diese war im vergangenen Jahr erfolgreich gestartet und wird in diesem Jahr sogar um den Freitagabend ergänzt. Mehr dazu in einer der nächsten Ausgaben.

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