Feuerwerksverkauf in Parchim : Gerüstet für die letzte Schlacht

Setzten sich ein Limit beim Knallerkauf:  Marion und Andreas Budewitz (M.) und Tom, Jutta und Klaus Schmidt. Kaufhausleiter Manfred Warncke (r.) musste gestern trotzdem mehrfach die Regalboxen auffüllen.
Setzten sich ein Limit beim Knallerkauf: Marion und Andreas Budewitz (M.) und Tom, Jutta und Klaus Schmidt. Kaufhausleiter Manfred Warncke (r.) musste gestern trotzdem mehrfach die Regalboxen auffüllen.

Feuerwerksverkauf gestartet: Parchimer setzen sich Limit beim Einkauf, Verbundfeuerwerke bleiben Trend

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28. Dezember 2018, 20:00 Uhr

Bleigießen, Knallbonbon, Tischfeuerwerk... oder doch lieber Raketen und Böller? Die Kunden, die sich gestern ihre Silvester-Utensilien besorgten, hatten ihre Antwort darauf längst. Denn gestern startete der Verkauf von Feuerwerkskörpern. Wie etwa Bau- und Supermärkte lässt sich auch das Kaufhaus Stolz in Parchim das letzte große Geschäft zum Ende des Jahres nicht entgehen. „Den ganzen Vormittag ist schon ordentlich was los“, freut sich Kaufhausleiter Manfred Warncke über die gute Nachfrage. „Aber keine Bange, wer gestern noch keine Zeit hatte, muss nicht leer ausgehen. Wir verkaufen noch bis Silvester, 14 Uhr.“

Marion Budewitz und Sohn Andreas hatten sich gleich gestern auf den Weg gemacht und den Einkauf für die Feier ganz in Familie übernommen. „Wir sind nicht die ganz großen Feuerwerker. Ein paar Raketen, ein paar Knaller, 20, 25 Euro maximal, mehr muss nicht sein“, sagt Marion Budewitz und weiß, dass sie damit vor allem ihrer Enkeltochter Florentine eine Freude macht. „Sie wollte unbedingt eine Wunschrakete haben“, erzählt Papa Andreas. „Und die bekommt sie auch.“ Wie schon im vergangenen Jahr. War ihr Wunsch damals in Erfüllung gegangen? „Ich nehme es doch an, denn sonst hätte sie nicht wieder solch eine Rakete haben wollen“, lacht Andreas Budewitz und erinnert sich an früher. „Als ich Stift war, haben wir auch immer hier unsere Raketen und Böller gekauft. Damals war das natürlich noch nicht Stolz, sondern Konsumkaufhaus.“

Tom, der sich gemeinsam mit seinen Eltern Jutta und Klaus Schmidt durch das breite Kaufhaus-Sortiment sucht, wird schnell fündig. „Ich mag am liebsten die China-Böller. Die machen ordentlich schön Krach“, sagt der 18-Jährige. Noch ein paar Raketen, eine Wunschrakete für den jüngeren Bruder Marcel und ab gehts zur Kasse. Wie Familie Budewitz wollen auch die Schmidts kein Vermögen für ihr Silvesterfeuerwerk ausgeben. „Wir setzen uns vorher immer ein Limit, und ich passe auf, dass wir nicht drüberkommen“, sagt Klaus Schmidt und schaut ganz genau, was Frau und Sohn in den Einkaufskorb legen.

Kaufhausleiter Manfred Warncke hat gerade Nachschub aus dem Lager geholt und füllt schon vor elf die Regalboxen nach. Der Abverkauf läuft. „Wir füllen regelmäßig nach, da wir nie mehr als 70 Kilo Sprengstoff im Verkaufsraum haben dürfen. Das ist Vorschrift. Aus Sicherheitsgründen. Wie der Feuerlöscher und der Eimer Sand, die in Reichweite stehen.“ Seit acht Jahren ist Warncke Chef im „Stolz“ und er weiß, was seine Kunden wollen. „Vor Jahren haben wir sehr viel Böller verkauft, manchmal acht Paletten. Heute sind es gerade mal zehn Kartons“, sagt er. Seit Jahren ginge der Trend hin zu Verbundfeuerwerken, Fontänen und Batterien. Die müssen nur einmal gezündet werden und dann kann man ganz in Ruhe zuschauen. Was auch gut gehe, seien Raketen. Solche, die möglichst hoch steigen und ein großes Feuerwerk in den Himmel zaubern. Gar nichts hält der Kaufhauschef von den verbotenen Polenböllern. „So etwas würde ich nie zünden, weil es einfach viel zu gefährlich ist. Die Zünder sind viel zu dicht am Sprengstoff.“

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