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Parkplatz in Mestlin weiter umstritten : Geparkte Brummis lösen Diskussion aus

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Das Parken von Anhängern und Trailern eines ortsansässigen Fuhrunternehmers auf dem Marx-Engels-Platz in Mestlin sorgt für Ärger. Seit zwei Jahren wird über das Thema diskutiert, geändert hat sich seither jedoch nichts.

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erstellt am 17.Aug.2012 | 06:38 Uhr

Mestlin | Auf der Gemeindevertretersitzung in Mestlin in dieser Woche wurde zum wiederholten Male das Thema Parken von Anhängern und Trailern eines ortsansässigen Fuhrunternehmers diskutiert. Einige Gemeindevertreter wollen, dass das Abstellen dieser Fahrzeuge auf dem Marx-Engels-Platz generell untersagt wird.

"Es stört die Ein-, An- und Bewohner sowie die vielen Besucher, die den denkmalgeschützten Bereich zwischen Kulturhaus und Schule besuchen", heißt es. Und weiter wird Unverständnis geäußert, dass darüber seit nunmehr über zwei Jahren diskutiert werde und man zu keinem Ergebnis komme. Polizei, Ordnungsamt und kreisliche Verkehrsbehörde wurden damit bereits konfrontiert.

Erstmals waren unter den sieben Gästen auch die betroffenen Fuhrunternehmer, die sich bereit zeigten, bei Großveranstaltungen an den Wochenenden ihre Fahrzeuge anderweitig abzustellen. Dies war bereits in der Vergangenheit beim 700-jährigen Ortsjubiläum, bei der Einschulung oder bei Erntefesten so erfolgt. Die zum Teil ein wenig kontrovers geführte Diskussion wurde letztlich erneut vertagt, da keine Einigung in Sicht war. Die Zwischenzeit soll, so der Vorschlag einer Gemeindevertreterin, genutzt werden, "gemeinsam in kleiner Runde nach einem Kompromiss zu suchen". Auch aus den Besucherreihen kam ein Vorschlag, der darauf abzielte, einen Bereich zu kennzeichnen und dem Unternehmen anzubieten. Bei Bedarf wegen größerer Veranstaltungen solle man sich einigen, schließlich sind dies ja auch nicht allzu viele im Jahr. Zumal ein Verbot des Abstellens von Anhängern und Trailern auch alle anderen Unternehmen betreffen würde, die zeitweilig ihre Anhänger abstellen, um beispielsweise mit der Zugmaschine Öl in Haushalte zu liefern. Doch das stieß auf wenig Gegenliebe, man wolle die Trailer nicht.

Die betroffene Fuhrunternehmerfamilie ihrerseits habe auch schon das Gewerbegebiet in Goldberg nutzen wollen, aber dort sei es zu Vandalismus an den abgestellten Aufliegern gekommen. Vielleicht, so Bürgermeister Uwe Schultze, könne man sich doch noch einigen. Vielleicht sei gegen eine Spende das Parken teil- und zeitweise zu ermöglichen, so ein weiterer Vorschlag.

Fast zum Nebenthema geriet der Erlass der Haushaltssatzung. Die Gemeinde kann sich glücklich schätzen, dass ihr finanzielles Defizit sich Dank des Schweriner Innenministeriums deutlich verringerte. Von dort kommen 567 000 Euro, die im Rahmen eines Haushaltskonsolidierungsvertrages fließen. Da auf der Kindertagesstätte noch ein Kredit von 244 000 Euro lastete, konnte dieser jetzt abgelöst werden. Weitere 70 000 Euro sind als Kosten für die Beratungsfirma für die Konsolidierung eingeplant. Somit bleiben von dem Ministeriumszuschlag noch 253 000 Euro übrig. Diese wurden zur Tilgung der rund 416 000 Euro verwendet, die von 2008 bis 2011 als Haushaltsminus aufgelaufen waren. Das Defizit der Gemeinde beträgt daher demnächst nur noch 163 000 Euro.

Die bereits in der Juli-Sitzung beantragte Hinzuziehung des Leitenden Verwaltungsbeamten und des Amtsvorstehers zur Thematik Zusammenarbeit Gemeinde und Amt Goldberg-Mildenitz konnte wegen Urlaubs der betroffenen Personen nicht erfolgen. Ein Erscheinen auf der nächsten Gemeindevertretersitzung wurde mit Hinweis auf die Kommunalverfassung nochmals durch einen Gemeindevertreter angemahnt.

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