Parchim : Genossenschaft spendet für Arme

Marco Mischinger (l.) übergibt den Scheck für die Parchimer Tafel an Martin Doller .
Marco Mischinger (l.) übergibt den Scheck für die Parchimer Tafel an Martin Doller .

Erlös vom Tag der offenen Tür der AWG geht an Parchimer Tafel / Mitglieder sollen von Fusion Güstrow-Parchim profitieren

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30. März 2015, 07:50 Uhr

So einen Scheck hat Martin Doller noch nicht bekommen für die Parchimer Tafel, die rund 1000 Arme versorgt. Denn da steht noch gar keine Spendensumme drauf. Es sind die versprochenen Tageseinnahmen, die am Sonnabend für gemeinnützige Zwecke beim Tag der offene Tür bei der Wohnungsgenossenschaft in der Kreisstadt zusammenkommen - durch einen Flohmarkt und ein Mitglieder-Café.

Erstmals lud die Allgemeine Wohnungsbau-Genossenschaft (AWG) Güstrow, Parchim und Umgebung zu einem solchen Tag der offenen Tür am Verwaltungssitz am Ostring ein.

Im Vorjahr waren die Genossenschaften Güstrow und Parchim fusioniert. In Güstrow gab es den Tag der offenen Tür zeitgleich schon zum 17. Mal, sagt der kaufmännische Vorstand Marco Mischinger. Das Ziel: Kennenlernen, Informieren, Unterhalten.

3600 Mitglieder hat die AWG. Sie besitzt 3400 Wohnungen in Güstrow, Parchim und Krakow, sagt Mischinger. Am 9. Mai findet die nächste Vertreterversammlung statt. Wie Mischinger ankündigt, wollen Aufsichtsrat und Vorstand die Empfehlung geben, eine Dividende an die Mitglieder auszuschütten. Die Mitglieder sollen am wirtschaftlichen Erfolg partizipieren.

Ziel sei, den Leerstand zu minimieren. So wie andere Wohnungsunternehmen hat die AWG mit der demographischen Entwicklung zu kämpfen. Die Genossenschaft versucht u.a. mit einem speziellen Programm, junge Leute bis 30 Jahre für die Wohnungen zu gewinnen.

Den Tag der offenen Tür nutzte die Wohnungsgenossenschaft u.a., um den Anbau von Balkons in der Ringstraße vorzustellen. Gerade fertiggestellt wurde ein Neubau mit sechs Wohnungen in der Bergstraße. Lebenslanges Wohnen steht bei dem Projekt im Mittelpunkt. Das Haus hat auch einen Aufzug.

Um den Abriss eines Teils der Wohnungen werde man wahrscheinlich nicht umhin kommen, sagt der kaufmännische Vorstand. Aber auch Neubau evt. in der Innenstadt ist in der Diskussion. „Man muss sich den neuen Wohnbedürfnissen anpassen“, so Mischinger.

Ein klares Bekenntnis von ihm kam zur Begegnungsstätte am Ostring. Die gehöre ganz klar zur Genossenschaft. Der Verein Uns Hüsung engagiere sich stark.

Ziel ist, dass der Zusammenschluss der beiden Genossenschaften aus Güstrow und Parchim Synergien bringt, die für die Mitglieder spürbar werden – beispielsweise in den Betriebskosten. Denn im großen Verbund lassen sich bessere Konditionen aushandeln. Wie der Parchimer AWG-Büroleiter Jens Wiese erklärte, sei man dabei, die Betriebskostenabrechnung zu erstellen. Wenn sie fertig ist, soll es ein Forum geben, um den Mietern Tipps zu geben, wo sie selbst bei den Betriebskosten sparen können.

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