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Winterzeit : Genie dreht schon heute am Zeiger

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Umstellung auf Winterzeit beschert Helmut Schmidt jede Menge Arbeit, Leppiner als „Uhrmacher der Ruhner Berge“ bekannt

von
erstellt am 24.Okt.2015 | 07:30 Uhr

„Kinder wie die Zeit vergeht“. Gerade noch rechtzeitig ist Helmut Schmidt – besser bekannt als „Uhrmacher der Ruhner Berge“ – in den Sinn  gekommen, dass er an diesem Wochenende wieder jede Menge Arbeit zu erledigen hat. Schließlich gilt noch immer, so wie Mitte der 70er Jahre beschlossen, zweimal im Jahr eine  Zeitumstellung. Morgen um 3 Uhr endet die Sommerzeit und alle Uhren werden auf 2 Uhr zurückgestellt. „Ich ziehe die Prozedur einfach vor und beginne schon einen Tag davor, am Samstag, mit dem Stellen meiner Uhren. Schließlich sollen sie am Sonntagmorgen alle wieder die richtige Zeit anzeigen“, sagt der 66-Jährige. Dabei ist er sich mit seiner Frau Bärbel einig: „Eigentlich macht die Zeitumstellung keinen Sinn. Energie wird kaum gespart und Mensch wie Tier haben zweimal im Jahr für Tage Gewöhnungsprobleme mit dem geänderten Zeitrythmus“.

Beginnen wird Helmut Schmidt mit seinen Uhren im Haus. Danach geht es auf den Hof und in die Werkstatt. Dort stehen Chronographen, die Helmut Schmidt als „Tüftler mit den golden Händen“ selbst erdacht und gebaut hat. Weltweit bekannt und bewundert wird der Mann, der  Techniker aus Leidenschaft ist, für seine „Um-die Ecke-Uhr“. Diese Uhren-Sensation ließ 1999 aufhorchen. Bis heute läuft die Rarität an einer Giebelwand der Leppiner Werkstatt sekundengenau. Wenn morgen wieder Gäste bei einem Ausflug in die Ruhner Berge vorbeischauen, wird die „Um-die Ecke-Uhr“ pünktlich die Winterzeit anzeigen. Kaum Arbeit bereitet dem Meister ein weiteres Schmuckstück, die womöglich größte Drehpendeluhr der Welt. Auch sie wurde von Helmut Schmidt ohne Computerhilfe gebaut. Hier wird ferngesteuert der Zeitsprung quasi im Schlaf erledigt. Nachdem sich Helmut Schmidt, der seit fast 35 Jahren seine Ein-Mann-Firma in Leppin betreibt, in den Sommermonaten kaum Zeit für sein Uhren-Hobby hatte, gehen Dem Tüftler längst neue Ideen durch den Kopf. „Es soll  wieder etwas Einmaliges werden. Die neue Uhr wird nicht nur ticken“, verrät er.

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