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Wir in Rom : Gutes tun und nicht darüber reden

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Detlef Möller engagiert sich seit der Wende in der Römer Kommunalpolitik

svz.de von
erstellt am 13.Dez.2015 | 14:14 Uhr

„Tue Gutes und rede nicht darüber“, meint Detlef Möller und kehrt damit ein geflügeltes Wort ins Gegenteil um. Der 60-jährige Chef vom Grünen Service in Paarsch redet bescheiden, als er nach dem Engagement für seine Gemeinde gefragt wird. Dabei gehört seine Firma zu denen, die oft  nebenbei   unentgeltlich Arbeiten  erledigt – ob auf dem Friedhof oder beim Mähen der Straßengräben.

Doch das machen andere Betriebe auch, so die Agrargenossenschaft Rom mit   Dr. Volker Toparkus an der Spitze oder  Landwirt Jürgen Fokuhl in Stralendorf, betont  Möller. Wenn es wirtschaftlich vertretbar ist, müsse man nicht alles auf Heller und Pfennig abrechnen, meint der Paarscher.  Möller verweist  auf die leeren Gemeindekassen. Etliches wäre gar nicht möglich in Rom, wenn die Betriebe nicht   viel unentgeltlich machen würden. So  erklärt er das Engagement der Firmen von Gemeindevertretern wie Toparkus, Fokuhl, von Dirk Meyn mit seiner Gärtnerei wie auch seinen Einsatz.

Zusammen mit Wolfgang Saß, der inzwischen in Rente ist, hatte Detlef Möller 1992 den  Grünen Service auf dem früheren Gelände einer Sauenanlage in Paarsch   gegründet. Zunächst mit einem weiteren Angestellten. Die Betriebsgründer stammten aus der Landwirtschaft, in der  nach der Wende weniger Arbeitsplätze waren. Aus ihrem alten Betrieb, der ehemaligen LPG Pflanzenproduktion Parchim, gewannen die Gründer auch einen Großteil ihrer späteren Mitarbeiter. Die kannten sie schließlich. Der Grüne Service wuchs zunächst mit öffentlichen Aufträgen - mit Pflegeleistungen für Wohnungsbauunternehmen, Städte und Gemeinden. Nach einem Jahr waren es schon acht bis neun Kollegen. Mit der Zeit kam fast das gesamte Spektrum des Garten- und Landschaftsbaus hinzu. Von der Baumpflege bis zur Gestaltung von Gärten, vom Montieren von Zäunen bis zum Wegebau inklusive Winterdienst. In den vergangenen Jahren waren im Durchschnitt 15 Mitarbeiter beschäftigt, 90 Prozent der Aufträge erledigt der Grüne Service in den Altkreisen Parchim, Lübz und bis nach Sternberg.

Detlef Möller engagiert sich nicht nur an der Spitze der Firma, sondern auch in der Kommunalpolitik, u.a.  als Vorsitzender im Wasser- und Bodenverband. Seit der Wende ist er Gemeindevertreter von Rom , seit zwei Jahrzehnten auch einer der stellvertretenden Bürgermeister.

Möller erklärt: Das sei die einzige Möglichkeit, direkt Einfluss zu nehmen auf die Entwicklung des Umfeldes.   Er lobt die Atmosphäre in Rom, durch die die kommunale Arbeit trotz leerer Kassen Spaß macht: Partei politische Querelen oder persönlichen Hickhack gebe es hier nicht.

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