Friedrichsruhe : Gemeinde erschließt Kleinod

Die Fläche rund um das Großsteingrab bei Neu Ruthenbeck soll erweitert werden. Zusätzliche Sitzmöglichkeiten sind geplant.
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Die Fläche rund um das Großsteingrab bei Neu Ruthenbeck soll erweitert werden. Zusätzliche Sitzmöglichkeiten sind geplant.

Parkfläche in der Nähe des Großsteingrabs von Neu Ruthenbeck geplant . Weg zum Teufelsbackofen wird mit Bäumen gesäumt

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11. Mai 2017, 05:00 Uhr

„Teufelsbackofen“ nennt der Volksmund einen Platz bei Neu Ruthenbeck, der seit alten Zeiten die Menschen anzieht. Der Teufel habe ihn einst für seine Großmutter gebaut, erzählt eine alte Sage über die mächtige Steinkonstruktion. Die Wissenschaft beziffert, dass unsere Vorfahren das gewaltige Großsteingrab vor rund 5000 Jahren errichtet haben.

Nicht nur für Einheimische ist die Anlage ein Anlaufpunkt, auch Auswärtige sind auf der Suche nach dem sagenumworbenen Ort. „Die wissen nicht, wo sie parken sollen“, sagt Uwe Kröger, der Bürgermeister von Friedrichsruhe. Das soll sich ändern. Die Gemeinde erschließt ihr touristisches Kleinod, das auf einem Feld liegt.

Im Zuge mit dem Bodenordnungsverfahren hat die Kommune deshalb Land gekauft. Zum einen rund um das Großsteingrab selbst, um die Fläche zu erweitern. Hier sollen zusätzliche Sitzmöglichkeiten geschaffen werden, erklärt der Bürgermeister. Zudem, um den Zugang zu der Anlage zu ermöglichen und einen schmal am Feldrand entlang führenden Weg besser begehbar zu machen. Und schließlich, um einen Platz zum Parken für Besucher anzulegen, die mit dem Auto anreisen.

Bei der Gestaltung des touristischen Platzes kommt auch der gerade fertig gestellte Radweg entlang der Bundesstraße zupass. Denn als Ausgleich für die Asphaltbahn muss in die Natur investiert werden. Ein Projekt dabei ist der Weg zum Großsteingrab – denn hier sollen einseitig Bäume gepflanzt werden. Nicht nur wegen der Optik, sondern auch für eine klare Abgrenzung zum Feld.

Ein zweites Ausgleichsprojekt wird ganz in der Nähe angelegt – nämlich am Ortsausgang des neuen Radwegs in Neu Ruthenbeck, Richtung Crivitz. Hier werden Bäume gepflanzt und ein Rastplatz für Radfahrer entsteht, erklärt Bürgermeister Kröger.

Die Pflanzungen waren ursprünglich schon in diesem Frühjahr geplant, mussten aber auf den Herbst verschoben werden, erfuhr der Bürgermeister aus dem Straßenbauamt in Schwerin.

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