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Parchimer Feuerwehr in Dauereinsatz : Gelbe Säcke gehen in Flammen auf

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Brandstifter bereiten den Kameraden der Kreisstadt-Wehr schlaflose Nächte. Auch in den vergangenen Tagen mussten sie immer wieder ausrücken, um brennende Säcke und Müllcontainer zu löschen.

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erstellt am 17.Apr.2012 | 07:09 Uhr

Parchim | Brandstifter bereiten den Kameraden der Kreisstadt-Wehr schlaflose Nächte. Auch in den vergangenen Tagen mussten sie immer wieder ausrücken, um brennende Säcke und Müllcontainer zu löschen. "Die Situation ist Besorgnis erregend. In der zurückliegenden Woche gab es gleich sieben derartiger Fälle. Die Häufung ist nicht zu übersehen", so Wehrführer Bernd Schröder. Von einem Dummen-Jungen-Streich könne keine Rede sein. "Die gelben Säcke lagern oft dicht an Häuserfassaden und brennbaren Gegenständen. Nicht auszudenken, wenn die Flammen überschlagen. Dann sind auch Menschen in akuter Gefahr", so der Experte. Auch die Sachschäden sind nicht unbedeutend. Für Schröder ist es höchste Zeit, dass die Bürger für dieses Thema sensibilisiert werden. "Es kann doch nicht angehen, dass niemand in einer bewohnten Stadt etwas bemerkt. Wir müssen dringend den Tätern das Handwerk legen, bevor mehr passiert", meint Schröder. Die Ermittler konnten bislang auch in Parchim noch keinen Täter dingfest machen, der gelbe Säcke oder Müllcontainer meist in der Nacht in Brand gesteckt hat. Auch in anderen Städten Mecklenburg-Vorpommerns bereiten die Müll-Sack-Brände zunehmend Probleme.

Die Sorgen der Feuerwehr teilt auch die Polizei. "Wir nehmen die Situation sehr ernst", sagt Polizeisprecher Klaus Wiechmann. Auch in der Kreisstadt sind Streifen in der Nacht verstärkt im Einsatz, um Täter möglichst auf frischer Tag zu stellen. Bislang erfolglos.

Bernd Schröder appelliert an die Bürger, die gelben Säcke mit Bedacht zur Entsorgung bereit zu legen. "Es sollte so wie vorgeschrieben erst kurz vor dem Abholtermin passieren", so der Feuerwehrchef. Auch der Ablageort muss abgewogen werden und sollte beispielsweise nicht zu dicht an Hauswänden liegen. Problematisch sei weiterhin, dass einige ihre Säcke zu großen Haufen auftürmen. "Das ist sicher gut gemeint, erhöht allerdings die Gefahr, dass ein in Brand gesteckter Sack ein größeres Feuer auslöst", erklärt der Experte. Dies wird insbesondere im Stadtzentrum wie in der Langen Straße und Lindenstraße beobachtet.

Die Parchimer Feuerwehr ist in diesem Jahr bereits stark gefordert. Bis gestern hatte sie schon 50 Einsätze. "Wir hoffen, dass aus den Müllsackbränden keine Serie wird und die Täter endlich gefasst werden. Es muss ein Zeichen gesetzt werden", so Schröder.

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