Obere Warnow : Gefeuerter Wehrführer darf wieder unterrichten

Klares Ergebnis: Die Vorwürfe sind haltlos. Fotos: Bölsche
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Klares Ergebnis: Die Vorwürfe sind haltlos. Fotos: Bölsche

Rechtsaufsicht des Landkreises: An den Vorwürfen der Kreiswehrführung ist nichts dran

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12. Januar 2018, 21:00 Uhr

Die Vorwürfe wogen schwer: Weil er als Kreis-Ausbilder einen Feuerwehr-Lehrgang eigenmächtig umgeplant habe, durfte David Wollgandt (Gemeindewehrführer Obere Warnow) nicht mehr unterrichten. Jetzt ist klar: An den Vorwürfen der Kreiswehrführung ist nichts dran. Das bestätigt die Rechtsaufsicht des Landkreises nach intensiver Prüfung.

Der Rausschmiss im Juli 2017 passierte, ohne dass Kreiswehrführer Uwe Pulss den Beschuldigten anhörte. Der hatte nämlich seine Gründe. Er musste improvisieren, weil Ausbilder fehlen, Fahrzeuge und Geräte nicht verfügbar waren. Das war sogar Thema im Kreistag. Einen Beigeschmack hatte der Rauswurf auch, weil David Wollgandt zuvor die Entscheidung der Kreiswehrführung kritisiert hatte, künftig auf Dargelütz als zweiten Technikstandort zu verzichten und sich auf Hagenow zu konzentrieren. Dargelütz zu erhalten war eine Bedingung der Fusion der ehemaligen Kreisfeuerwehrverbände Parchim und Ludwigslust.

Im September musste Kreiswehrführer Uwe Pulss dann Wollgandts Abberufung als Ausbilder „aus formalen Gründen“ zurücknehmen. Jetzt schreiben Fachdienst und Rechtsaufsicht in der Kreisverwaltung an Wollgandt, dass es keine Erkenntnisse dafür gebe, „dass Sie sich im Rahmen der Wahrnehmung Ihrer Funktion als Kreisausbilder mit Bereicherungsabsicht zum Nachteil des Kreisfeuerwehrverbandes Ludwigslust-Parchim verhalten haben.“ Wie ein Stoßzeufzer klingt der Schluss des Schreibens. Er drückt die Hoffnung aus, dass alle Beteiligten ihre „Kraft und Fähigkeiten auf die Weiterentwicklung der Feuerwehren ausrichten.“ Auch der Kreisfeuerwehrverband wird es hören...

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