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Parchimer Zeitung

25. November 2017 | 03:20 Uhr

Parchim : Gefahrgutzug gut aufgestellt

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Zentraler Ausbildungstag endete mit einer Einsatzübung in Dargelütz

von
erstellt am 20.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Wer erinnert sich nicht an den Unfall in der Parchimer Wallallee im März vergangenen Jahres, als bei einem Lkw Schwefelsäure auslief und der Gefahrgutzug des Landkreises Ludwigslust-Parchim Ost zum Einsatz kam. Auch beim Brand in einer Entsorgungsfirma in Rom im August 2015 wurden Gefahrgutstoffe freigesetzt. Damit die Kameraden des Gefahrgutzuges stets gut ausgebildet sind, finden zweimal im Jahr gemeinsame Ausbildungstage statt. Am vergangenen Sonnabend war es wieder soweit und auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Dargelütz trafen sich 44 Einsatzkräfte von sieben Feuerwehren zur Aus- und Weiterbildung, unterstützt von Kameradinnen und Kameraden des DRK-Sanitäts- und Betreuungszuges, die die Versorgung vor Ort übernahmen.

200 Frauen und Männer engagieren sich zusätzlich zu ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit in elf Freiwilligen Feuerwehren im Gefahrgutzug des Landkreises Ludwigslust-Parchim Ost. Sie kommen bei Gefahrgutunfällen und Großschadensereignissen zum Einsatz und sind speziell ausgebildet in dem Umgang und der Sicherung von gefährlichen Stoffen. „Etliche Kameraden sind neu und müssen entsprechend ausgebildet werden und für die ‚alten Hasen‘ ist es eine Auffrischung ihrer Kenntnisse“, sagt der Zugführer Dirk Prieß. An drei Stationen gaben die Ausbilder ihre Kenntnisse weiter. Alexander Stutz von der Parchimer Wehr informierte über die Ausrüstung des Gerätewagens Gefahrgut (GWG), René Groß von der Lübzer Wehr betreute die Station Körperschutzformen und Maik Kostecki, ebenfalls von der Parchimer Wehr, war an der Station Wasserversorgung über lange Strecken gemeinsam mit Frank Schweitzer (Amtswehrführer im Amt Parchimer Umland) verantwortlich.

In Anwesenheit des 2. stellvertretenden Kreiswehrführers Rainer Auras und Oliver Schmidt vom Fachdienst Brand- und Katastrophenschutz in der Kreisverwaltung wurde intensiv an den Stationen gearbeitet und spezielle Handgriffe vermittelt. Beim Atemschutz kennen zwar etliche Kameraden die Ausrüstung, haben sie doch die obligatorische Atemschutzstrecke bereits durchlaufen, doch nun ging es um weitere Schutzkleidung wie das Anlegen der Chemikalienschutzanzüge (CSA) und dem Aufbau einer Not-Dekontaminationsbereiches.

Am Nachmittag wurde das am Vormittag erworbene bzw. aufgefrischte Wissen bei einem Übungsszenarium eingesetzt. „Dabei nahmen wir an, dass in einem Gebäude Gefahrgut ausgelaufen ist und es auch Verletzte gegeben hat“, erläutert der Zugführer. Dabei agieren die Kameraden unterschiedlicher Wehren miteinander und es zeigte sich, dass die zuvor ebenfalls in gemischten Gruppen erfolgte Aus- und Weiterbildung von Vorteil ist. „Im Ernstfall arbeiten unterschiedliche Wehren auch miteinander und dann müssen die Handgriffe sitzen und auch die einzelnen zu bildenden Abschnitte müssen funktionieren“, erläutert Prieß, der sich für das Engagement der Kameraden bedankte und die erkannten Fehler auswertete.

 

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