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Parchimer Zeitung

16. Dezember 2017 | 18:07 Uhr

Parchim : Gefahr lauert auf dünnem Eis

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Experten warnen eindringlich vor Betreten von scheinbar zugefrorenen Flüssen und Seen. Feuerwehren auf Ernstfall vorbereitet.

von
erstellt am 18.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Väterchen Frost hat auch Seen und Flüsse in eine bizarre Winterlandschaft verwandelt. Nicht nur der Elde-Müritz-Kanal, sondern auch der Wockersee in Parchim sind mit einer schneebedeckten Eisdecke überzogen. „Die Gefahr lauert auf dünnem Eis“, stellt Bernd Schröder klar. Beim Blick aus seinem Bürofenster kann der erfahrene Wehrleiter bis zum Wockersee schauen. „Dabei habe ich stets gemischte Gefühle. Leider schalten nicht nur Kinder, sondern sogar Eltern und Großeltern mitunter den Verstand aus, wagen sich auf das unberechenbare Eis und bringen sich und andere in Gefahr“, gibt der Wehrführer zu bedenken.

Aus gutem Grund werden Eisflächen offiziell nicht zum Betreten frei gegeben. „Der Wockersee ist ein typisches Beispiel dafür, dass zugefrorene Gewässer meist keine gleichmäßig starke Eisfläche bilden“, weiß Bernd Schröder. Das beginne mit den Bereichen der Zu- und Abflüsse, in diesem Fall der Wocker. Darüber hinaus weisen dunkle Flecken meist auf dünne und weniger tragfähige Stellen hin. Auf der Elde-Müritz-Wasserstraße besteht akute Gefahr nahe der Schleusen, Wehre und Brücken.

In Parchim liegt der bislang letzte Eisrettungseinsatz zwei Jahre zurück. Im Januar 2014 wurden die Kameraden zum Wockersee gerufen, weil Passanten eine ins Eis eingebrochene Personen gesehen haben wollten. Nach der Alarmierung waren die Parchimer Feuerwehrmänner sofort mit ihrem modernen Eisretter – einem Spezialboot, das so ausgestattet ist, dass Personen leicht geborgen werden können – vor Ort. Erstmals schlüpften zwei Kameraden in Überlebensanzüge über die die Parchimer Schwerpunktwehr verfügt. „Das bringt auch für die Retter mehr Sicherheit“, ist Bernd Schröder wichtig. Auch wenn sich der Einsatz als Fehlalarm entpuppte, wurde eins deutlich: „Wir sind auf die Eisrettung sowohl materiell als auch personell gut vorbereitet“, so der Parchimer Wehrleiter. Auch in den anderen Freiwilligen Feuerwehren wird so wie in Goldberg dieses Winterszenario regelmäßig trainiert.

In den kommenden Tagen sagen die Meteorologen eine Temperatur-Achterbahn voraus. „Das vorhandene Eis bleibt tückisch“, sagt Bernd Schröder.  

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