Parchim : Gefahr lauert auf der Treppe

Es ist schwer für viele Ältere, diese Treppe in der Hans-Beimler-Straße ohne Handlauf zu passieren.
Es ist schwer für viele Ältere, diese Treppe in der Hans-Beimler-Straße ohne Handlauf zu passieren.

Anwohner machen auf schlechten Zustand in der Hans-Beimler-Straße aufmerksam. Stadt kündigt Veränderungen an.

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27. August 2016, 05:00 Uhr

Wer jung und gesund ist, eilt schnell mal eine Treppe rauf und runter. Wer älter wird und schlechter zu Fuß ist, für den können Treppen hingegen zu einer gefährlichen Barriere werden. Erst recht wenn sie kein Geländer haben. Auf eine solche gefährliche Treppe machen SVZ-Leserinnen aus der Weststadt aufmerksam. Und zwar in der Hans-Beimler-Straße – an einem Durchgang in Höhe von Hausnummer 17.

„Die acht Stufen müssen Gehbehinderte ohne Geländer meistern“, wandte sich eine Parchimerin an unsere Zeitung. „Ein Rollator würde einfach wegrollen oder einen mitreißen wegen des starken Gefälles.“ Stelle man sich nur einmal vor, dass der Einkauf Stufe für Stufe abgesetzt werden muss, damit ein Sturz verhindert wird, so die Parchimerin. „Dazu kommen Herzschwäche, Luftknappheit und Sehschwäche. Nicht auszudenken. Dabei wünschen wir uns doch Selbstständigkeit im Alter so lange wie möglich. Abhilfe mit riesen Effekt würde hier ein Geländer bzw. Handlauf auf beiden Seiten schaffen.“ Oder zumindest auf einer Seite, wie wir bei einem Vor-Ort-Termin hörten.

Ältere Anwohnerinnen aus der Hans-Beimler-Straße, mit denen SVZ ins Gespräch kam, bestätigten das Dilemma. Diese Treppe sei für viele Senioren, die ohnehin schlecht zu Fuß sind, der kürzeste Weg beispielsweise Richtung Netto-Markt und zur Begegnungsstätte der Volkssolidarität. Aber ohne Handlauf sei es zu gefährlich, besonders wenn man die Treppe hinunter geht. Eine Anwohnerin berichtete, dass sie bereits Ende vergangenen Jahres in einem anonymen Brief an die Stadt auf die Problematik hingewiesen hat. Sie zeigt die besondere Lage des Durchgangs: Auf der einen Seite des Hohlweges ist ein AWG-Block, auf der anderen ein Wobau-Gebäude, aber die Treppe selbst soll auf städtischem Grundstück sein. „Vielleicht sollten wir alle zusammenlegen, damit ein Gelände installiert wird“, meinte eine Mieterin.

Doch das ist offenbar nicht nötig. Denn es ist etwas geplant, um die Gefahrenstelle zu entschärfen, wie SVZ von Parchims Bürgermeister Dirk Flörke erfuhr. Es sei eine Absprache zwischen Stadt, Wobau und AWG erfolgt, sagt Flörke, so dass mittlerweile ein Auftrag ausgelöst wurde mit dem Ziel, die Treppe einschließlich dem Geländer zu erneuern. „Die beauftragte Firma kann aufgrund ihrer gegenwärtigen Auftragssituation noch keine genauen Angaben machen, wann sie den Auftrag ausführen wird“, so der Bürgermeister. „Wir hoffen natürlich im Sinne aller Beteiligten auf eine zeitnahe Lösung.“



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