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WinterDienst : Gefährliche Glätte auf der B321

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Genau an der Grenze der Zuständigkeit von zwei Straßenmeistereien in Domsühl ändert sich schlagartig der Zustand der Fahrbahn

von
erstellt am 03.Feb.2015 | 16:21 Uhr

Gefährliche Rutschpartie   zwischen Parchim und Schwerin. Genau bis zur Kreuzung Domsühl war die Bundesstraße 321 vernünftig befahrbar, ab dort spiegelglatt. So erlebten es Autofahrer am frühen Montagabend und am Dienstagmorgen auf dem Weg zur Arbeit.  Grund für die drastischen Unterschiede: Genau an der Domsühler Kreuzung ist die Grenze des Zuständigkeitsbereichs zwischen zwei Straßenmeistereien, die nach unterschiedlichem Tourenplan fahren.

Mehrere  Leser schilderten ihre Erlebnisse gegenüber unserer Zeitung. Nur noch mit Tempo 30 bis 35 sei die spiegelglatte Straße zwischen Domsühl und Crivitz am frühen Montagabend  im Konvoi befahrbar gewesen. Fahrzeit von Parchim nach Schwerin: mehr als zwei Stunden. Dabei ging es auf der gleichen Straße ab Parchim bis zu besagter Kreuzung noch recht gut voran. Drastisch dann auch das Erlebnis am Dienstagmorgen nach acht Uhr: Rutschpartie auf eisigem Untergrund zwischen Crivitz und Domsühl, sichere Fahrt auf nahezu schwarzer Fahrbahn zwischen Domsühl und Parchim. Peinlich für die Streuprofis: Das Polizeihauptrevier Parchim bat gestern gegen 8.30 Uhr die Straßenmeisterei Consrade, doch mal rauszufahren und die besonders glatte B 321 zwischen Domsühl und Crivitz abzustreuen. Im Radio warnten die Moderatoren vor extremer Glätte auf der Strecke zwischen Schwerin und Domsühl.

Die Bundesstraße 321 gehört auf der gut befahrbaren  Seite zum Gebiet der Straßenmeisterei Lübz, auf der gefährlichen Seite zur Straßenmeisterei in Consrade. In Domsühl drehen die Streufahrzeuge, die aus den beiden Richtungen kommen, wieder um.

Der Lübzer Straßenmeister Horst Ferber, dessen Mitarbeiter für 260 Kilometer Landes- und Bundesstraßen zuständig sind, erklärte, dass die Streufahrzeuge in zwei Schichten im Einsatz sind. Die eine früh von drei Uhr bis am Mittag um 13 Uhr, die andere von 13 bis 22 Uhr. Und wenn erforderlich auch länger. So seien die Mitarbeiter am Montagabend auch eine halbe Stunde länger im Einsatz gewesen.

Der Consrader Straßenmeister Gunnar Jandt erklärte, dass  auf dem   Straßenabschnitt Richtung Crivitz die Streufahrzeuge gleichfalls unterwegs waren. Auch technisch sei alles in Ordnung. Warum es  auf der einen Seite so glatt war und auf der anderen Seite nicht, könne er sich nicht richtig erklären. „Wir machen nichts anders als in den Jahren zuvor“, so Jandt.

Er verweist aber auch auf die recht schwierigen Wetterbedingungen mit Temperaturen zwischen plus ein und minus ein Grad. Da kann sich die Situation von einem zum anderen Abschnitt drastisch verändern. Schlecht für die Wirkung der Taumittel sei, wenn kein Schnee auf der Straße liegt.

Guido Wunrau, Sachgebietsleiter im Straßenbauamt Schwerin, erklärt, dass die Streufahrzeuge in beiden Meistereien permanent unterwegs waren. Den Bruch in Domsühl erklärt er sich mit den unterschiedlichen Tourenplänen, nach denen die Streufahrzeuge aus Consrade und aus Lübz im Einsatz sind. Dort, wo früher am Morgen gefahren wird, ist es möglich, dass   die Wirkung des Streuguts    eher nachlässt. Kritisch werde es oft, sobald die Sonne aufgeht. Dann werde es noch einmal kälter und es kann sich auf den feuchten Straßen erneut Eis bilden.

Guido Wunrau will analysieren, ob es Unterschiede   in der  Konzentration der eingesetzten Streumittel gibt.  Die Straßenmeistereien sind angehalten, mit den Salzen wirtschaftlich und umweltfreundlich zu arbeiten. Man wolle aber prüfen, ob bei solchen schwierigen Situationen wie am Montagabend und Dienstagmorgen nicht eine höhere Konzentration eingesetzt werden müsste.

 

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