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Parchim : Galerie stellt diesmal in eigener Sache aus

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Eine Leidenschaft für Kunst: Ab 19. März Werke von Karl und Eckhard Bergmann bei „ebe“ zu sehen

Wenn Eckhard Bergmann dieser Tage in seiner Galerie zu finden ist, dann schaut er mit geübtem Blick, wie er die Bilder und Skulpturen ins rechte Licht rücken kann, damit sie in den kommenden zwei Monaten den, für sie besten Platz haben. „Ein bisschen aufgeregter als sonst, bin ich schon“, gibt er schmunzelnd zu und das aus gutem Grund. Die zweite „ebe“-Ausstellung in diesem Jahr zeigt nicht nur eigene Bilder und Skulpturen des Galeristen, sondern auch Arbeiten seines verstorbenen Vaters.

„Mein Vater hatte stets Interesse für das Zeichnen und kreative Gestalten“, weiß Eckhard Bergmann und ist sich sicher: „Mein Interesse für Kunst hat ganz sicher dort ihre Wurzeln.“ Karl Bergmann malte und zeichnete Zeit seines Lebens sehr gern und hinterließ seiner Familie einen kleinen Fundus seiner Arbeiten. Nun, 65 Jahre später, wählt sein Sohn 13 Arbeiten aus und kombiniert sie mit rund 35 eigenen Bildern und Skulpturen, die zum größten Teil neu entstanden sind. Der Wunsch, selbst wieder einmal auszustellen, wuchs in Eckhard Bergmann schon seit längerem. Zuletzt waren Arbeiten von ihm in einer Gemeinschaftsexposition mit Rudolf Adam im Jahr 2013 zu sehen. Auch der Gedanke an die Bilder seines Vaters ließen ihn nicht los und so reifte in ihm die Idee zu dieser besonderen Schau. „….in eigener Sache“ lautet der Titel und in der Tat wird diese Ausstellung nicht nur eigen, sondern auch sehr persönlich. Erinnerungen an seinen Vater habe er kaum, sagt Eckhard Bergmann, der ein kleiner Bub von eineinhalb Jahren war, als der Vater 1952 mit nur 24 Jahren tragisch verunglückte. Doch durch Erzählungen und auch durch seine Bilder, die er schon als Kind immer wieder anschaute, ging seine Präsenz nie ganz verloren. Die Bildauswahl traf Eckhard Bergmann mit Bedacht und Gefühl: „Ich habe geschaut, welche Arbeiten ich interessant fand, wie sie mich ansprachen und auch, welche Parallelen ich zu meinen sah.“ Und in der Tat werden dem Betrachter eine Weidenzeichnung von Karl Bergmann und das Bild „Weide am Wasser“ seines Sohnes auffallen und bestimmt auch einige andere Motive, die das sichtbar machen, was Eckhard Bergmann bewegt. Zur Ausstellung wird außerdem ein Katalog erscheinen, was ganz sicher genauso neugierig macht, wie die Tatsache, dass der Künstler Manfried Scheithauer die Rede zur Vernissage halten wird.

„Kunst schaffen, ist für mich eine Möglichkeit der Äußerung und der Kommunikation“, so Eckhard Bergmann über seine Leidenschaft und er sagt auch, sie sei eine Art des Selbstgesprächs und des sich mitteilen Wollens. Wie schön, dass wir nun die Möglichkeit bekommen, diese Mitteilungen und Selbstgespräche in Farbe und Form zu erleben und wie spannend, dass er uns gleichzeitig die Bilderwelt von Karl Bergmann öffnet.

Die Vernissage findet am Sonntag, den 19. März, um 11 Uhr in der Galerie „ebe“, Lübzer Chaussee 7, in Parchim statt. 

Gabriele Knües

 

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