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Parchim : Für jedes Glas ein passender Deckel

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Einkochen ist in jeder Jahreszeit ein Thema: Im alteingesessenen Familiengeschäft Stockhaus ist man dafür gerüstet

von
erstellt am 04.Aug.2017 | 16:53 Uhr

Zwischen Erdbeersaison und Kürbisernte ist das keine ungewöhnliche Situation für Alexander Stockhaus: Eine Kundin kommt schwer beladen mit einem Sammelsurium blitzblanker Gläser in den Laden – auf der Suche nach den passenden Schraubdeckeln. Denn in der Stadt hat sich längst herumgesprochen: Hier wird man immer fündig. Tatsächlich hält des alteingesessene Familiengeschäft in der Parchimer Innenstadt eine beachtliche Auswahl an Twist-off-Deckeln in allen gängigen Größen parat: Sie reicht vom Minideckel mit einem Durchmesser von 32 mm bis zum größten Verschluss mit einem Durchmesser von elf Zentimetern. „Dazwischen gibt es etwa 20 bis 25 Sorten“, zeigt Alexander Stockhaus auf die prall gefüllten Körbchen im Regal.

Dass Einkochen heute wieder mehr angesagt ist als noch vor ein paar Jahren, kann Alexander Stockhaus nur bestätigen. „Die Menschen wollen wissen, was in ihrem Essen drin ist.“ Außerdem hätten viele Kunden auch aus Respekt vor den Lebensmitteln das Bedürfnis, so viel wie möglich von der eigenen üppigen Ernte zu verwerten.

Der Sohn von Ladeninhaber Peter Stockhaus hat sich auf die Haupt-Einkochzeit 2017 wieder frühzeitig eingestellt: Vom Glas bis zum Einkochtopf, vom Trichter bis zum Einkochthermometer, vom Weinballon bis zum Gärröhrchen hält er ein umfangreiches Sortiment an Zubehör vor. „Und wenn wir etwas nicht da haben, bemühen wir uns, es so kurzfristig wie möglich zu beschaffen“, versichert Alexander Stockhaus. Das gilt zum Beispiel für Einkochringe, die er gern auf Bestellung für seine Kunden ordert.

Seit zwölf Monaten können die Parchimer im Haushaltswarenladen am Alten Markt zum Deckel oder Einkochglas auch gleich den Gelierzucker hinzukaufen. Die alteingesessene Parchimer Kaufmannsfamilie sprang vor einem Jahr nämlich in die Bresche, als der Markant-Laden gleich nebenan seine Türen schloss. Seitdem ergänzen ebenfalls Lebensmittel das bisherige Angebot des Haushaltswarenladens.

Doch noch einmal zurück zur Einkochsaison: Die endet noch lange nicht damit, wenn der letzte Apfel vom Baum gepflückt und zu Mus weiterverarbeitet ins Glas gebracht ist. Auch während der Schlachtezeit im Winter sind Gläser, vor allem aber die passenden Schraubdeckel dazu, immer wieder gefragt, um die Wurst aus eigener Herstellung lange haltbar machen zu können.

Falsche Sparsamkeit ist beim Einkochen übrigens ein ganz schlechter Berater: „Ein unbeschädigter Schraubverschluss kann etwa zwei bis drei mal wiederverwendet werden“, sagt Alexander Stockhaus. Solange der Gummiring im Deckel noch weiß und geschmeidig ist, müsse man keine Bedenken haben. Kam beim Öffnen des Glases ein mechanisches Hilfsmittel (sprich Schraubenzieher oder Messer) zum Einsatz, dann taugt der Verschluss nur noch für den Müll. Das gilt ebenfalls für Deckel, die verrostet oder verbeult sind.

Alexander Stockhaus hat für seine Kunden ein ganz simples, aber erprobtes Einkochrezept parat: Einfach die eigenen Sinne entscheiden lassen. So würde zum Beispiel niemand auf die Idee kommen, einen Deckel von einem Glas mit Essiggurken später aufs Obstglas zu schrauben.

Aber auch beim Reinigen ist Vorsicht geboten: Chemikalien tun dem Deckel wirklich nicht gut. Deshalb ist der Handabwasch mit einem handelsüblichen Spülmittel die sicherste Lösung.

 

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