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Parchimer Zeitung

18. Dezember 2017 | 13:58 Uhr

Parchim : Frost kann Wasserzähler sprengen

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Offene Kellerfenster sind in jedem Jahr Grund für Schäden. SVZ fragt nach bei Stadtwerken und Zweckverband in Parchim.

von
erstellt am 14.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Knackige Kälte künden die Wettervorhersagen für die nächste Woche auch in der Parchimer Region an. Spätestens jetzt sollte man überprüfen, ob die Wasserzähler nicht einfrieren können.

„Im Moment ist alles entspannt“, sagt Rainer Gerloff, Leiter der Netzbereiche Erdgas, Wasser, Wärme bei den Stadtwerken Parchim. Auch der Wasser- und Abwasserzweckverband (WAZV) Parchim-Lübz meldet bislang keine Probleme. Aus vergangenen Wintern gibt es bei den Versorgern aber andere Erfahrungen.

Bei Schäden an Wasserzählern sind in vielen Fällen offene Kellerfenster der Grund, sagt Gerloff. Die Fälle kommen meist in Mehrfamilienhäusern vor, wo sich keiner verantwortlich fühlt. Irgendwann zur warmen Jahreszeit wurde ein Fenster geöffnet und dann vergessen.

Spätestens jetzt sollten also die betroffenen Räume vor Frost gesichert werden. Denn sonst könnten bei Minustemperaturen die Gläser der Wasserzähler platzen. Unmittelbar darunter befindet sich immer ein wenig Wasser, sagt Gerloff. Und Glas sei ein guter Wärmeleiter. Wenn hier also Frost angreift, geht das Glas kaputt.

Lothar Brockmann, Geschäftsführer im Wasser- und Abwasserzweckverband Parchim-Lübz, erklärt, dass jeder Kunde für die Frostsicherheit selbst verantwortlich ist. „Zerfrorene Zähler sind durch den WAZV zu wechseln und der Aufwand plus Zähler vom Kunden zu bezahlen. Auch dabei auftretende Wasserverluste muss der Kunde übernehmen, von den Unannehmlichkeiten ganz zu schweigen“.

Die Hauptleitungen für das Wassernetz werden zum Schutz vor Frost mindestens 1,60 Meter tief in der Erde verlegt, erklärt Rainer Gerloff. So lange das Wasser im Fluss ist, könne nichts passieren. Das Nass wird auch im Winter mit einer Temperatur von neun bis zehn Grad ins Netz eingespeist. Es hat also selbst bei strengem Frost eine gewisse Restwärme.

Tipps zum Schutz der Anlagen


Vom Frost beschädigte Zähler oder Leitungen lassen sich leicht vermeiden. Der Wasser- und Abwasserzweckverband Parchim-Lübz (WAZV) gibt folgende Tipps:
• Überprüfen Sie Räume, in denen Wasserzähler installiert sind, und erneuern Sie schadhafte Fensterscheiben!
• Halten Sie bei Frost Türen und Fenster geschlossen!
• Verpacken Sie gefährdete Leitungen und Wasserzähler mit Dämm- und Isolationsmaterial!
• Dämmen Sie flache Hausanschlüsse!
• Überprüfen Sie, ob alle Abdeckungen der Wasserschächte intakt sind!
• Sollten Leitungen doch einfrieren, tauen Sie diese mit heißen Tüchern oder Heißluft behutsam auf, niemals mit offener Flamme. Damit beim Auftauen kein Wasserschaden entsteht, schließen Sie den Haupthahn. Füllen Sie nach dem Auftauen die Leitungen wieder vorsichtig und
überprüfen Sie die Dichtigkeit.
• Bei den Abwasseranlagen gelten ähnliche Tipps. Öffnungen von Sammelgruben können mit Folie, die Schachtdeckel mit Isolationsmaterial gesichert
werden.

• Unabhängig von der Witterung kann es sinnvoll sein, seine Wasserzähler regelmäßig
selbst abzulesen und den Stand
zu notieren. Wenn es Unregelmäßigkeiten (z. B. durch eine
defekte Heizung oder versteckte Rohrschäden) gibt, werden diese durch einen monatlichen Blick auf den Zähler schnell entdeckt.
(Tipps aus einem Mitteilungsblatt des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Parchim-Lübz an seine Kunden).

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