Siggelkow : Freude über Paket aus Bethlehem

Das Paket aus Israel wird ausgepackt
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Das Paket aus Israel wird ausgepackt

Auf Studienfahrt nach Israel erwarb Kirchengemeinde eine geschnitzte Krippe

svz.de von
06. April 2017, 05:00 Uhr

Die Kirche in Siggelkow schmückt künftig eine in Bethlehem geschnitzte Krippe aus Olivenholz. Mitglieder der Kirchengemeinde hatten das Schmuckstück bei einer Studienfahrt in Israel erworben. Jetzt ist die Krippe angekommen.

Kati Panzer, eine Teilnehmerin der Studienfahrt, schildert den emotionalen Moment: „Wir hatten von einem Paket gehört, ein Paket aus Bethlehem, für unser Dorf, für unsere Kirche. So machten wir uns auf den Weg dorthin. Die umfassenden Renovierungsarbeiten unserer Siggelkower Kirche sind im Sommer des letzten Jahres abgeschlossen worden. Mit einem großen Fest erhielt die Kirche im Juni 2016 ihre Weihe. Nur fehlt es im Inneren noch an einiger Ausstattung.“

Im Herbst des vergangenen Jahres trafen sich die Mitglieder des Fördervereins zur Erhaltung der Dorfkirche Siggelkow und interessierte Dorfbewohner, um an der inneren Gestaltung der Kirche mitzuwirken. Am Abend des dritten Advent wurde die Idee mit der Krippe geboren, berichtet die Siggelkowerin. Im Februar dieses Jahres fand eine Studienfahrt der Kirchgemeinde Groß Pankow nach Bethlehem statt. „Unter der Leitung unserer Pastorin Ulrike Kloss hatten sich rund 50 Reisende auf den Weg gemacht. Unter Ihnen auch Familie Zwerschke. Gabi Zwerschke war es, die an diesem Abend auch über die christliche Kooperative berichtet, von der die Krippe erworben wurde“, so Kati Panzer. Die Kooperative bestehe aus evangelischen Christen, die in einer Art Großfamilie zusammen leben und aus Olivenholz wunderschöne christliche Werke schnitzen. „Beim Besuch dieser Kooperative waren sich alle einig - die Kraft und Magie dieses Ortes sollten einen Platz in unserer Kirche bekommen. Die besonderen Züge in den Gesichtern, die Haltung der geschnitzten Figuren, die Ehrfurcht. In den Arbeiten dieser Christen schien die Zeit stehen geblieben zu sein. Die Entscheidung war schnell getroffen“, so die Siggelkowerin.

Nach der Rückkehr sei die Aufregung groß gewesen. Werden die Figuren, wird das Paket seinen Weg finden? Eine gefühlte Ewigkeit, und doch nur sechs Wochen später kam die Nachricht vom Zoll in Ludwigslust: ein Paket aus Bethlehem. Kati Panzer berichtet: „Und so kam es an diesem lauschigen Frühlingsabend, dass zwei Dutzend Siggelkower den Weg in die Kirche fanden, um auszupacken, was da angekündigt war. In der Winterkirche im großen Kreis um diesen Karton aus Bethlehem saßen wir und waren voller Neugier. Schicht für Schicht pellten wir all die Figuren aus ihrer Haut aus alten Zeitungen, Plastikfolie und Karton. Alle durften mit anfassen und sogar die kleinsten Kinderhände hielten das Christuskind und die Schafe der Hirten in den Händen. Zusammen bauten alle die Krippe auf und waren begeistert und auch erleichtert, dass diese geschnitzten Werke hier zu Hause so gut ankamen.“

Diesen schönen Abend in der Kirche krönte die Orgelandacht von Gabi Zwerschke. Kati Panzer spricht als ein Gast des Abends: „Vielen Dank für die Entscheidung, vielen Dank für den Mut, vielen Dank für den Moment.“



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