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Parchimer Zeitung

18. November 2017 | 05:51 Uhr

Ziegendorf : Freude über neue Straße

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Eine Millionen Euro in Ziegendorf investiert / Landkreis prüft Kreditzusage

von
erstellt am 14.Aug.2014 | 15:31 Uhr

Die Freude war gestern Nachmittag Bürgermeisterin Petra Mannfeld , ihren Mitbewohnern und Gästen ins Gesicht geschrieben, als sie symbolisch mit einer vergoldeten Schere das Band zur Freigabe der sanierten Gemeindestraße zwischen Ziegendorf und Drefahl durchschnitt.

Noch vor Monaten hätte es kaum jemand für möglich gehalten, dass die zur Schlaglochpiste verkommende Gemeindestraße in absehbarer Zeit wieder für jedermann befahrbar wird. Schließlich mussten die Ziegendorfer seit Jahren nicht nur mit XXL-Schlaglöchern, sondern auch mit gigantischen Lücken in der Gemeindekasse überleben. Knebelverträge für einen früheren NVA-Wohnblock, die nach der Wende geschlossen wurden, konnten erst nach jahrelangen juristischen Auseinandersetzungen gelöst werden. Damit wurde Ziegendorf quasi über Nacht entschuldet. Die dreieinhalb Kilometer langen Straße zwischen Ziegendorf und Drefahl hat rund eine Millionen Euro gekostet. Ein Zehntel – etwa 100 000 Euro – mussten die Ziegendorfer beisteuern. Der größte Teil stammt aus zwei Fördertöpfen für den ländlichen Wegebau und für die Kofinanzierungen. Bürgermeisterin Petra Mannfeld nutzte das Ereignis, um Unterstützung für ihr nächstes Projekt einzuwerben. Auch die zweite Gemeindestraße von Herzfeld nach Stresendorf muss dringend erneuert werden. Dafür könnten eingesparte Fördermittel sinnvoll umgeschichtet werden. Zusagen vom Land gibt es bereits. Der Knackpunkt ist die fehlende Kreditzusage des Landkreises für den Eigenanteil. Wolfgang Schmülling, 1. Stellvertreter des Landrates, sicherte vor Ort zu, sich umgehend um das Problem zu kümmern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

träumt schon vom nächsten Projekt. Auch die Straße von Herzfeld über Stresendorf nach Herzfeld steht auf der Wunschliste ganz oben. Doch selbst mit Fördermitteln dürfte es schwierig werden. Nur mit neuen Schulden für den unverzichtbaren Eigenanteil scheint eine Realisierung derzeit denkbar.

Die neue Straße nach Drefahl ist nicht nur für die Dorfbewohner wichtig. Immer öfter kommen schließlich Urlauber in die Region der Ruhner Berge, um den Aussichtsturm, das Kulturforum, den Elefantenhof oder das wieder eröffnete Gasthaus zu besuchen.

 

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