Severin : Freude über „Hochzeits“-Straße

Trotz Schmuddelwetter hoch zufrieden: Mit dem Zerschneiden eines Bandes gibt Bürgermeister Hans-Werner Beck gestern Morgen die Neubauernstraße in Severin symbolisch wieder für den Verkehr frei. Fotos: Wolfried Pätzold
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Trotz Schmuddelwetter hoch zufrieden: Mit dem Zerschneiden eines Bandes gibt Bürgermeister Hans-Werner Beck gestern Morgen die Neubauernstraße in Severin symbolisch wieder für den Verkehr frei. Fotos: Wolfried Pätzold

Neubauernstraße mit Sonderzuweisung nach Gemeindefusion fertig

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16. November 2017, 06:00 Uhr

Graue Wolken, schier unendlicher Nieselregen und frostige Temperaturen konnten den Teilnehmern der offiziellen Straßenübergabe gestern Morgen in Severin die Laune keineswegs vermiesen. „Damit mussten die Mitarbeiter der beteiligten Firmen in den zurückliegenden Wochen schließlich auch klar kommen. Und sie haben ihre Sache dennoch gut gemacht. Dies ist alle Anerkennung wert“, so Bürgermeister Hans-Werner Beck. In der Tat ist die „Neubauernstraße“, die in den 1960er Jahren entstand und inzwischen zur Hoppelpiste mit Schlaglöchern und Dauerpfützen verkommen war, nicht mehr wiederzuerkennen. Vor vier Jahren, am Tag der Unterzeichnung des Fusionsvertrages zwischen den bislang eigenständigen Gemeinden Domsühl und Severin, rückte die seit Jahren aufgeschobene Sanierung der Severiner Neubauernstraße in greifbare Nähe. „Wir waren uns einig, die vom Land zugesagte Sonderbedarfszuweisung in Höhe von 80 000 Euro je zur Hälfte für das neue Feuerwehrhaus in Zieslübbe und die Sanierung der Neubauernstraße einzusetzen. Das dennoch vier Jahre bis zur Fertigstellung ins Land gehen würden, hätten wir allerdings nicht gedacht“, so der Bürgermeister.

Nun sind sich die Verantwortlichen mit den Anwohnern einig: Was lange gedauert hat, wurde gut. Das ist den beteiligten Partnern – dem Garten- und Landschaftsbau Crivitz, dem Planungsbüro Ibus aus Parchim, der Wemag, dem Wasser- und Abwasserzweckverband Parchim-Lübz, der Kommunalbau GmbH (MTU) und der Firma Hasselbring sowie dem Amt Parchimer Umland , dem Landkreis und der Gemeinde – zu verdanken. Auf 394 Metern wurden Leitungen verlegt, der Unterbau erneuert und gepflastert. Es entstand ein 1,35 Meter breiter Gehweg. Die neue Straße ist nur noch drei Meter breit. Die neue Verkehrsführung – Einbahnstraße, Tonnage- und Geschwindigkeitsbegrenzung auf weiterhin 7,5 Tonnen und 30 km/h – trägt in erster Linie den Bedürfnissen der Anwohner nach möglichst geringer Beeinträchtigung vor den Haustüren Rechnung. „Wichtig war, dass wir das Projekt auch finanziell mit Fördermitteln des Landkreises und des Landes so gestalten konnten, dass die Belastungen für Gemeinde und die 17 Grundstückeigentümer deutlich geringer als zunächst angedacht, ausfallen werden“, betont Bürgermeister Hans-Werner Beck. Wie viel der Einzelne am Ende für den Straßenausbau zahlen muss, steht erst nach Abrechnung des Projektes in einigen Monaten fest.

Aufgrund der Witterung hat alles etwas länger gedauert. Damit ist es nun vorerst nicht möglich, die Grünstreifen neben der Straße einzusäen. Das soll im Frühjahr so schnell wie möglich nachgeholt werden. Auch das Areal am Containerplatz vis-a-vis, wo das Baumaterial zwischengelagert war und Fahrzeuge ihre Spuren hinterließen, soll im kommenden Jahr neu gestaltet werden. „Es bietet sich eine Streuobstwiese an. Das ist als Ausgleichspflanzung sinnvoll und würde unsere Bemühungen als bienenfreundliche Gemeinde unterstützen“, meint der Bürgermeister.

Mit der Fertigstellung der Severiner „Hochzeits“-Straße ist die Gemeindefusion vertragsgemäß vollendet. Im Alltag spielt die frühere Eigenständigkeit von Domsühlern und Severinern keine Rolle mehr. „Nur so können wir in der Zukunft unsere Dörfer gestalten“, meint Beck.

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