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Langenhägener Seewiesen : Freie Sicht auf hunderte Vogelarten

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Bereits rund 750 Kraniche übernachten auf den Langenhägener Seewiesen

von
erstellt am 08.Sep.2016 | 21:00 Uhr

Die Langenhägener Seewiesen an der B392 zwischen Mestlin und Goldberg sind seit Jahren beliebter Anflugpunkt für die Kraniche. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Übernachtungsgäste allerdings stark rückläufig gewesen, jetzt aber rechnet man wieder mit steigenden Zahlen.

Das Naturschutzgebiet Langenhägener Seewiesen ist insgesamt 152 Hektar groß. Der strukturreiche Flachsees sowie angrenzende Schilfröhrichte, Seggenriede und Magerrasen sollen geschützt werden.  Neben den Kranichen – an die 750 Stück – finden sich hier 70 Silberreiher, bis zu 8000 Graugänse, 500 Kibitze, 60 Lachmöven und einige Seeadler.

„Dank der unermüdlichen Arbeit von Dr. Wolfgang Mewes ist es gelungen, den Wasserstand dieser Wiesen optimal zu halten und das danken uns die Kraniche, die bereits jetzt mit bis zu 750 Tieren allabendlich einfliegen“, erzählt Heinz Kriesel. Gemeinsam mit Dr. Mewes, Dr. Thomas Kuhlmann und Birger Frahm bilden sozusagen den Rest des einstigen Fördervereins Seewiesen, der leider nicht mehr existiert. Wolfgang Mewes konnte Claus Zabel aus Langenhagen gewinnen, der ein Wehr in den Seewiesen täglich reinigt. Dies ist notwendig, weil ein Biber das Durchflussrohr des Wehres, mit dem der Wasserstand reguliert wird, ständig verstopft.

Gemeindearbeiter Danilo Behrens kämpft sich wie im Dschungel durch das Dickicht, um eine Sichtachse für die Kranichbeobachter zu schaffen.
Gemeindearbeiter Danilo Behrens kämpft sich wie im Dschungel durch das Dickicht, um eine Sichtachse für die Kranichbeobachter zu schaffen. Foto: migb Foto: mgb
 

Jetzt hat die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises unter bestimmten Auflagen genehmigt, dass einige Gehölze zurück geschnitten werden dürfen und damit wieder eine Sichtachse für die zahlreichen Besucher frei ist. Dankenswerter Weise hat Bürgermeister Fred Paarmann auch ein Naturverständnis und hat seinen Gemeindearbeiter Danilo Behrens für diese Arbeit frei gestellt.

Wie im Dschungel muss sich Behrens durch das Dickicht kämpfen und das Strauchwerk beseitigen. Künftig ist das Einfliegen der Kraniche von der Beobachtungsstation aus wieder deutlich besser zu bestaunen. Ab etwa 18 Uhr bis nach Sonnenuntergang kommen die Vögel des Glücks, wie sie auch genannt werden, zu ihren Schlafplätzen in dem seichten Wasser, wo sie vor Raubwild wie dem Fuchs sicher sind.
 

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