zur Navigation springen
Parchimer Zeitung

18. Oktober 2017 | 13:16 Uhr

Stolpe : Freie Fahrt über Autobahn-Brücke

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Heute soll die Freigabe des neuen Bauwerks über die A 24 auf der Kreisstraße 58 zwischen Kiekindemark und Stolpe erfolgen

von
erstellt am 25.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Die Umleitung auf dem Weg von Kiekindemark nach Stolpe hat nach fast einem Jahr ein Ende. Im Laufe Vormittags soll am Freitag die neu gebaute Brücke über die Autobahn 24 wieder für den öffentlichen Verkehr freigegeben werden. Allerdings ist in den nächsten Wochen auf der Kreisstraße 58 noch mit Behinderungen zu rechnen, sagte gestern Michael Eichert, Dezernatsleiter im Landesamt für Straßenbau und Verkehr.

Im September vergangenen Jahres, kurz nach dem Erntefest in Stolpe, war die Straße für den Brückenabriss gesperrt worden. Pünktlich zum diesjährigen Erntefest, das am morgigen Sonnabend gefeiert werden soll, ist die Strecke wieder befahrbar. Das ist sogar früher als geplant, wie SVZ erfuhr. Dabei hatte es durch die starken Niederschläge dieses Sommers auch auf dieser Baustelle Komplikationen gegeben. Es gab einige Ausspülungen. Deshalb muss in den nächsten zwei Wochen auch noch an den Seitenstreifen gearbeitet werden. Durch Arbeiten an den Nebenanlagen und die Beräumung der Baustelle kann es auf der Kreisstraße noch zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Auf der Autobahn sollen hingegen die Beschränkungen fallen. Hier gab es während der Bauarbeiten Fahrbahneinengungen, Geschwindigkeitsbeschränkungen und mehrere nächtliche Vollsperrungen. Jetzt wird noch im Seitenbereich gearbeitet. So müssen Bauzäune entfernt und wieder durch Wildschutzzäune ersetzt werden.

Anfang der 1980er Jahre war die alte Brücke über die Autobahn bei Stolpe gebaut worden. Das Bauwerk hatte wie eine Reihe von anderen ein Problem: Es wurde nach Aussagen von Fachleuten ein aus heutiger Sicht schlechter Stahl eingesetzt, dessen langfristige Wirkung seinerzeit noch nicht bekannt oder erforscht war. Es konnten Risse entstehen. Die Tragfähigkeit ist dadurch nicht mehr gegeben.

Die neu gebaute Überführung bei Stolpe unterscheidet sich von der früheren Konstruktion u.a. darin, dass sie neben den Widerlagern auf beiden Seiten nur auf einer Mittelstütze liegt. Die alte Konstruktion hatte zwei weitere Stützen jeweils am Rande der Autobahn-Fahrbahnen. Hier wurde eine Vierfelder- durch eine Zweifelder-Brücke ersetzt. Das hat Vorteile für die Sichtverhältnisse auf der Autobahn. An die Sicht haben die Konstrukteure auch auf der Kreisstraße darüber gedacht. Sie wurde angepasst, dass früher zu erkennen ist, ob ein Auto entgegenkommt. Wermutstropfen: Ein Extra-Weg für Fußgänger und Radfahrer auf der Brücke wurde nicht gebaut. Das Bauvorhaben hat über zwei Millionen Euro gekostet, die vom Bund getragen werden. Die Firma Matthäi realisierte das Projekt.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen