Eldebad in Garwitz eröffnet : Freibad am Lewitzrand lieb und teuer

<fettakgl>Start vollzogen: </fettakgl> Rettungsschwimmer Tino Bachmeier zieht die Fahne des ASB im Garwitzer Bad auf.<fotos>Wolfried Pätzold</fotos>
1 von 2
Start vollzogen: Rettungsschwimmer Tino Bachmeier zieht die Fahne des ASB im Garwitzer Bad auf.Wolfried Pätzold

Trotz der dunklen Wolken, wurde gestern offiziell das Eldebad in Garwitz eröffnet. Das Bad ist der Gemeinde Lewitzrand lieb und teuer. Rund 10 000 Euro müssen aus dem öffentlichen Haushalt zugezahlt werden.

svz.de von
01. Juni 2012, 04:53 Uhr

Garwitz | Auch wenn gestern so manche dunkle Wolke über die Lewitz zog und die Lufttemperatur auf wenig sommerliche Werte von 13 Grad Celsius sank, waren die zur offiziellen Eröffnung des Garwitzer Eldebades erschienenen Gäste bester Laune. Dafür waren nicht nur die durchaus erfreulichen Wassertemperaturen von immerhin 18 Grad Celsius, gemessen um 13.30 Uhr im großen Schwimmbecken, verantwortlich. "Unser Freibad ist gut auf die Saison vorbereitet und wir freuen uns, dass es nun wieder richtig losgehen kann", war sich Bürgermeister Wolfgang Hilpert mit den Mitstreitern vor Ort einig. Zu ihnen gehören auch in diesem Sommer die Rettungsschwimmer des ASB Kreisverbandes Parchim-Schwerin, die in Garwitz ihr Stammbad bereits zum dritten Mal in Folge beziehen, und das Team der Gemeindearbeiter, die im Wechsel die Betreuung der beliebten Freizeiteinrichtung am Rande der Lewitz in den kommenden Monaten absichern.

Das Eldebad, das sich die Dorfbewohner vor mehr als 40 Jahren selbst aufgebaut haben, ist der Gemeinde Lewitzrand lieb und teuer. Rund 10 000 Euro müssen aus dem öffentlichen Haushalt zugezahlt werden. "Das fällt uns ziemlich schwer. Im Haushaltskonsolidierungskonzept wurde nach Einsparmöglichkeiten gesucht, um die Rechtsaufsicht beim Landkreis von der Notwendigkeit dieser freiwilligen Aufgabe zu überzeugen", räumt der Bürgermeister ein. Der Kompromiss sieht vor, dass das Bad vor den Ferien erst um 14 Uhr und später um 13 Uhr öffnet und auch die Aufwändungen für den Einsatz der Rettungsschwimmer witterungsbedingt flexibel angepasst werden, um Geld zu sparen. "Nun kommt es darauf an, dass möglichst viele Badegäste unser Angebot nutzen und damit das Defizit begrenzen", sagt Hilpert. Für ihn steht außer Frage, dass die Schließung des Bades keine Alternative wäre. "Wir hätten weiter Kosten und vor allem die Kinder, die hier schwimmen lernen und sicher baden können, wären benachteiligt", meint das Gemeindeoberhaupt. Beim ASB hat man sich auf die neue Saison gut vorbereitet. Neben den sehr erfahrenen Helfern wie Günter Butzmann wird der 18-jährige Tino Bachmeier in diesem Sommer zum ersten Mal als Rettungsschwimmer alleine Dienst tun.

Heute wird ab 18 Uhr zu "Rock am Bad" mit vier Musikgruppen eingeladen. Gegen 19 Uhr beginnt ein Flunkyball-Turnier, das jede Menge Spaß verspricht. Veranstalter Tobias Warncke plant auch ein Monscheinbaden. Morgen stehen dann die Kinder im Mittelpunkt. So wie in den Vorjahren wird im Bad von den Vereinen ein zünftiges Kinderfest veranstaltet.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen