Ludwigslust : Förderschule bekommt Anbau

Raumproblem: Die Schule An der Bleiche in Ludwigslust bekommt einen Anbau.
Raumproblem: Die Schule An der Bleiche in Ludwigslust bekommt einen Anbau.

Finanzausschuss unterstützt Anbau am Ostgiebel, Schüler können nicht auf andere Standorte ausweichen

svz.de von
17. April 2018, 12:00 Uhr

Die Ludwigsluster Förderschule „An der Bleiche“ mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung soll einen Anbau erhalten. In seiner jüngsten Sitzung ermächtigte der Haushalts- und Finanzausschuss den Landrat, zur Vorbereitung der Baumaßnahmen vertragliche Bindungen mit einem Kostenaufwand von bis zu einer halben Million Euro einzugehen. Bereits im Haushaltsplan 2018 sollen dafür außerplanmäßige Mittel in Höhe von 230 000 Euro bereitgestellt werden. „Auf einmal geht alles ziemlich schnell“, wunderte sich Christian Geier (CDU), der die „unhaltbaren Zustände an der Förderschule“ zuvor bereits als Vorsitzender des Bauausschusses angeprangert hatte.

Die Förderschule war 1991 als zweizügige Einrichtung für maximal 63 Schüler errichtet worden. Aus Mangel an allgemeinen Unterrichtsräumen war damals bereits der Musikraum als Unterrichtsraum genutzt worden. Abhilfe sollte 2012 ein Erweiterungsbau schaffen, der im ehemaligen Sportraum und im Neubau drei weitere Unterrichtsräume sowie ein Lehrerzimmer bereit stellte. Dadurch hatte sich die Aufnahmekapazität der Förderschule zwar auf 81 erhöht, wird aber inzwischen mit derzeit 104 Schülern deutlich überschritten.

„Ein Rückgang der Schülerzahlen ist leider nicht eingetreten“, heißt es in der Informationsvorlage. Auch die Aufhebung des Behindertenwohnheims Haus Sonnenschein und die Verlegung seiner Bewohner nach Dobbertin habe keine Entlastung gebracht. Ab dem kommenden Schuljahr müsse deshalb zusätzlich Unterrichtsraum für vier Klassen geschaffen werden, kurzfristig mindestens für zwei Klassen.

„Umzunutzende Räume stehen an der Schule nicht zur Verfügung“, stellte Sabine Schuch vom Fachdienst Gebäudemanagement des Landkreises fest. Eine Beschulung an anderen Standorten wie Hagenow oder Parchim komme ebenfalls nicht infrage. Auch die Anmietung von Räumlichkeiten im Ludwigsluster Berufsbildungszentrum sei als Lösung nicht geeignet. Ebenso wenig könne die Stadt, BBS-Start oder die Wirtschaftsförderungsgesellschaft geeignete Räumlichkeiten anbieten. Eine Aufstockung der Schule komme aus statischen Gründen nicht in Betracht. „Die einzige Lösungsvariante ist ein neuer Anbau am Ostgiebel“, betonte deshalb das Gebäudemanagement und schätzte die Kosten auf 2,5 Millionen Euro. Als Übergangslösung für die auf drei Jahre geschätzte Planungs- und Bauzeit sei eine provisorische Lösung durch Container unerlässlich. Deren Standort soll so gewählt werden, dass auf jeden Fall der Schulgarten erhalten bleibe. „Damit hat sich das Engagement der Eltern gelohnt“, freute sich Christian Geier.“

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