Parchim : Förderer aus alter Verbundenheit

Der Pestalozzischule als Förderer engverbunden: Ulrike Lovin, Werner Kautz und Ursula Karisch (v. l.).
Der Pestalozzischule als Förderer engverbunden: Ulrike Lovin, Werner Kautz und Ursula Karisch (v. l.).

Werner Kautz leitet einen Schulförderverein, obwohl der letzte Schultag seines Sohnes bereits 25 Jahre zurückliegt

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19. März 2019, 12:00 Uhr

„So lange wir können, halten wir durch“, witzelt Werner Kautz. Der Vorsitzende des Fördervereins für die Pestalozzischule sprach dabei auch im Namen seiner langjährigen Mitstreiterinnen Ursula Karisch als Stellvertreterin sowie Schriftführerin und Ulrike Lovin als Hüterin der Vereinskasse. Augenblicke zuvor hatten die Mitglieder ihren verlässlichen Vorstand für weitere zwölf Monate im Ehrenamt bestätigt – wohl wissend, was sie an diesen drei engagierten Unterstützern der Schule haben.

Tatsächlich hat Werner Kautz den Förderverein am 15. Oktober 1990 nicht nur mit initiiert und aus der Taufe gehoben. Der Vorsitzende der ersten Stunde hält ihm bis heute mit viel Tatkraft die Treue, obwohl er schon seit langem gar keinen unmittelbaren persönlichen Bezug mehr zu dieser Schule hat: Sein Sohn Jürgen beendete die Pestalozzischule vor 25 (!) Jahren. Und auch seine Frau Birgit genießt seit fünf Jahren den wohl verdienten Ruhestand: Sie war von 1988 an insgesamt 26 Jahre als Lehrerin an der Pestalozzischule tätig, unterrichtete insbesondere Hauswirtschaft, aber auch andere Fächer.

Seine Motivation, sich zusätzlich zu seinen Ehrenämtern als Kassenwart des Parchimer Tafelvereins sowie stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins für die St. Georgenkirche dennoch für diesen Schulförderverein zu engagieren? Werner Kautz muss nicht lange überlegen: „Wir möchten Lehrern, Schülern und Eltern das Gefühl von Stabilität geben.“ Genau aus diesem Grund stand auch für Ulrike Lovin und Ursula Karisch schon frühzeitig fest, dass sie nach ihrem letzten Schultag weiterhin als Förderer aktiv bleiben. Ulrike Lovin war von 1987 bis 2010 als Lehrerin und stellvertretende Schulleiterin an dieser kreislichen Förderschule tätig. Ursula Karisch durfte seit 1971 in Parchim ihre Berufung als Sonderschulpädagogin leben und die Schule von 1990 bis zum Eintritt in den Ruhestand im Sommer 2007 leiten. Insgesamt war sie 46 Jahre als Lehrerin tätig. „Ich bin immer gern zur Arbeit gegangen“, gestand sie einmal in einem SVZ-Gespräch. Mit ihrer Mitwirkung im Verein wolle sie ihre Verbundenheit zu ihrer langjährigen Wirkungsstätte zum Ausdruck bringen, unterstreicht Ursula Karisch. Das Band zu ihrem früheren Arbeitsplatz hat auch Susanne Sander nicht abreißen lassen, nachdem sie 2005 innerhalb von Parchim an eine andere Schule wechselte. „Ich bin mit Leib und Seele Sonderschulpädagogin“, gesteht die Lehrerin. Für sie sei damals klar gewesen, dass sie weiterhin dem Förderverein verbunden bleibt.

Durchschnittlich etwa 20 Mitglieder, vor allem heutige und ehemalige Lehrer, bilden das Rückgrat des Vereins. Der wird auch in den kommenden Monaten wieder so einige Male etwas aus dem Fördertopf beisteuern können, um das schulische Leben zu bereichern: Zuschüsse gibt es zum Beispiel für das große Sommerfest im Juni, für Exkursionen, zur musikalischen Ausgestaltung des Abschlussfestes für die Absolventen des diesjährigen Jahrganges sowie zum Beackern des Schulgartens. Für alle Teilnehmer des in wenigen Tagen geplanten Frühjahrsputzes spendiert der Verein die wohlverdiente Stärkung nach getaner Arbeit. Achtklässler dürfen sich berechtigte Hoffnung auf einen Zuschuss für die Teilnahme an einem Trommelkurs machen. Revanchieren werden sich die Schüler dafür auf dem Sommerfest, wenn sie ein extra zu diesem Anlass einstudiertes Trommelstück präsentieren.

Mehr als erfreut ist der Förderverein, dass in diesem Frühjahr endlich die Bauarbeiten im Saal und Zwischenbau beginnen können. Unter anderem sollen die Verkleidung, Decken und Beleuchtung sowie der Dachbereich zum Eingang erneuert werden. Nach zehn Jahren verschwindet damit endlich die unschöne frei hängende Kabelage im Saal. Voraussichtlich in den Osterferien werden die ersten Demontagearbeiten vorgenommen. Zum neuen Schuljahr könnte der Saal dann in neuem Glanz erscheinen.

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