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Parchim : Flughafen-Film landet im Fernsehen

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Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Parchim International am 3. Mai zu sehen. Regisseure begleiteten Investor Jonathan sieben Jahre in der Welt und in Parchim.

Immerhin: Der Film über den Parchim International Airport hebt ab. Er füllte vor einem Jahr nicht nur das Kino MovieStar bis auf den letzten Platz, er heimste auch sechs renommierte Preise ein. Jetzt zeigt das Fernsehen den Streifen über Parchim und Jonathan Pang. Am 3. Mai von 0 bis 1.30 Uhr läuft „Parchim International“ im NDR Fernsehen, anschließend soll der Streifen der Filmemacher Stefan Eberlein und Manuel Fein in der NDR-Mediathek verfügbar sein. Produzentin Kathrin Lemme zeichnet auch für „Die Blumen von gestern“ verantwortlich, der gerade für acht Lolas (Deutscher Filmpreis) nominiert ist.

Flughafen-Investor und Leinwandstar Jonathan Pang gefällt das Werk. Das sei Realität, er sei wirklich so, sagte er im SVZ-Gespräch vor der Premiere. Sieben Jahre begleiten die Regisseure Stefan Eberlein und Manuel Fenn für Lemme Film den Investor. Einem Schwaben und einem Berliner gelingt dabei ein nordostdeutscher Film. Sie führen weder Jonathan Pang vor noch den markigen damaligen Berater Werner Knan. Sie gehen mit Respekt ans Werk. Stefan Eberlein: „Es ist unser Spaß, Leute zu beobachten.“

Und sie haben gut hingeschaut. Der Film zeigt, dass Pang aus ärmlichen dörflichen Verhältnissen stammt und vielleicht gerade deshalb unbeirrt seinen Weg geht. Wir sehen beeindruckend schöne, melancholisch menschliche Bilder. Sie bewirken einen gelasseneren Blick auf die Fortschritte am Flughafen. Jonathan Pang meint es zweifelsohne ernst mit seinen Plänen, auch wenn ein Großteil davon noch in der Warteschleife hängt und er Rückschläge einstecken muss. Zuletzt scheiterte die geplante Übernahme des Flughafens Hahn in Rheinland-Pfalz. Bei allem Erfolgsdruck hat Parchim aber auch ein bisschen Glück gehabt. Während anderen Provinzflughäfen wie Lübeck die Investoren reihenweise stiften gingen, blieb Pang in Parchim. Irgendwie scheint der Film für Jonathan Pang zusätzlicher Ansporn, weiter an Parchim zu glauben. Er sehe den Flughafen Parchim weiterhin als eine Bühne für Geschäfte und Tourismus, sagte der Geschäftsmann zur Premiere. Nun ist sogar das Fernsehen eine Bühne für die nach wie vor hellwachen Parchimer Pläne – wenn auch zu nachtschlafender Zeit.

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erstellt am 22.Apr.2017 | 05:00 Uhr

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