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Parchimer Zeitung

20. September 2017 | 06:04 Uhr

Parchim : Flörke: Hausaufgaben stets erledigt

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Der Parchimer Bürgermeister stellt sich in der Vereinsa(u)ktionswoche Schülern im Kreuzverhör.

von
erstellt am 18.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Die Jungen und Mädchen aus der der evangelischen Grundschule „Paulo Freire“ Parchim waren gestern Morgen ganz schön aufgeregt. Auf dem Tagesprogramm zum Start in die letzte Schulwoche vor den Sommerferien stand ein Treffen mit Bürgermeister Dirk Flörke (CDU). Doch nicht im ehrwürdigen Rathaus am Schuhmarkt wie zunächst angenommen, sondern im romantischen Garten des Zinnhauses erwartete der Bürgermeister seine Gäste zur „Kindersprechstunde“. Diese Veranstaltung hat im Rahmen der alljährlichen Vereinsa(u)ktionswoche , die am Sonntag zur 15. Auflage eröffnet wurde, längst Tradition.

Den zwölf Mädchen und Jungen aus den Klassen 1 bis 4, die zusammen mit Lehrerin Astrid Höhle, gekommen waren, brannten die Fragen förmlich auf der Seele. Hannes (9) nahm kein Blatt vor den Mund: „Was machen sie eigentlich bei Ihrer Arbeit als Bürgermeister?“ Dirk Flörke zählte auf, was dazu gehört: Es dreht sich um Schulen, Kindergärten, Bauen, Straßen, die Altstadt, Parkplätze, Windkraft und noch vieles mehr. „Am Anfang einer Woche steht oft nicht fest, welche Probleme auf den Bürgermeister zukommen. Aber die Vielseitigkeit macht auch den Reiz aus“, ist ihm wichtig. Da sieht der zehnjährige Lukas seine Chance: „Warum gibt es in Parchim kein Schwimmbad? Da könnte man doch einiges einnehmen“, meint der Junge. Der Bürgermeister räumt ein, dass ein Schwimmbad sicher schön wäre, aber nach dem Bau auch viele Kosten zur Unterhaltung auf die Stadt zukommen würden. „Das ist wie mit dem Taschengeld. Wenn es nicht reicht, müsst ihr Mama und Papa um einen Zuschuss bitten. Wir müssen ebenso mit dem zur Verfügung stehen Geld vernünftig umgehen. Und da gibt es derzeit keine vertretbare Möglichkeit, ein Schwimmbad zu betreiben“, stellt er klar. Lukas kann die Antwort wohl nicht vollständig überzeugen. „Macht Ihnen die Arbeit als Bürgermeister Spaß?“, möchte eine Schülerin wissen. „Ich freue mich, wenn etwas in Parchim passiert. Wenn ich aus dem Rathaus auf das Giebelhaus schaue, dass schon bald saniert wird, freue ich mich wie sicher viele Parchimer. Genauso geht es mir bei einem Spaziergang am neu gestalteten Färbergraben. Alles trägt doch dazu bei, dass sich die Bewohner wohl fühlen und sich auch junge Leute wie ihr dafür entscheiden, hier zu bleiben“, ist sich Dirk Flörke sicher.

Still wird es, als ein Junge danach fragt, ob sich der Bürgermeister auch Gedanken darüber macht, dass es auch in Parchim einen Terroranschlag wie in Berlin, London oder Paris geben könnte. „Das berührt jeden, besonders, wenn wir Veranstaltungen wie die Stadtfeste oder den Martinimarkt vorbereiten. Parchim ist zwar eine kleine Stadt, aber gedanklich vorbereitet sein muss man schon“, so Flörke.

Fanni (8) hat schon davon gehört, dass Parchim zusammen mit Hamburg erwähnt wurde und würde gerne wissen, ob der Bürgermeister schon dort war. „Wir gehören zur Metropolregion Hamburg und hoffen darauf, dass Parchim dadurch bekannter wird für Besucher und Investoren. Da ist auch der persönliche Kontakt hilfreich“, so Dirk Flörke. Hamburg ist für Lukas dann noch einmal das Stichwort, um der Schwimmhalle auf die Sprünge zu helfen. „Da könnten im Winter vielleicht auch Touristen aus Hamburg mit ihren Familien zum Baden kommen“, meint er hartnäckig und macht den Bürgermeister sprachlos.

Bei den persönlichen Fragen dreht sich vieles um Flörkes früheren Beruf als Lehrer. „Ich habe gerne unterrichtet und war zuvor ein guter Schüler, der stets seine Hausaufgaben erledigt hat.“ Da staunten die Jungen und Mädchen nicht schlecht.

 

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