Flüchtlinge in MV : Firmen sollen Asylbewerbern helfen

Am Stehtisch begrüßten Bürgermeister Dirk Flörke, Erster Beigeordneter Wolfgang Schmülling, IHK-Hauptgeschäftsführer Siegbert Eisenach Siegbert Eisenach und Roland Richert (Universalbau) die Gäste des Herbsttreffens (v.l.).
1 von 2
Am Stehtisch begrüßten Bürgermeister Dirk Flörke, Erster Beigeordneter Wolfgang Schmülling, IHK-Hauptgeschäftsführer Siegbert Eisenach Siegbert Eisenach und Roland Richert (Universalbau) die Gäste des Herbsttreffens (v.l.).

IHK zu Schwerin ermuntert Unternehmen, außer Unterbringungsmöglicheiten auch Praktikums- und Arbeitsplätze bereitzustellen

svz.de von
28. September 2015, 12:00 Uhr

Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Schwerin hat die Politik mit einer Resolution aufgefordert, mehr in die Bildung zu investieren. Das gab IHK-Hauptgeschäftsführer Siegbert Eisenach in Parchim beim traditionellen Herbsttreffen für die Unternehmer der Region bekannt. „Es muss dringend etwas gegen den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften getan werden.“

Außerdem ermunterte Eisenach die Unternehmen, sich angesichts der aktuellen Flüchtlingsströme aktiv einzubringen, um deren Aufnahme und Integration durch die Bereitstellung von Unterkünften, Praktikums- und Arbeitsplätzen zu fördern.

Der IHK-Hauptgeschäftsführer lobte den Landkreis wegen seiner Wirtschaftskraft und der mit 7,2 Prozent niedrigsten Arbeitslosenrate seit der Wende. Die neue Autobahn A 14 werde diese Entwicklung begünstigen. „Wismar wird der Hafen für Bayern.“ Mit dem Baufortschritt in Mecklenburg bis zur Landesgrenze sei er zufrieden, „mit dem in Brandenburg allerdings nicht“. Laut Eisenach habe die Industrie- und Handelskammer zu Schwerin im vergangenen Jahr 5700 Außenwirtschaftsdokumente ausgestellt. „Das sind mehr als bei den Kammern in Rostock und Neu-Brandenburg zusammen.“

Etwa 50 Gäste waren der IHK-Einladung in die Geschäftsräume der Universalbau GmbH gefolgt, darunter der Erste Kreisbeigeordnete Wolfgang Schmülling und Parchims neuer Bürgermeister Dirk Flörke. Laut Schmülling löse die Zuweisung von Flüchtlingen in den Landkreis in der Verwaltung zwar Probleme aus, „aber andere Aufgaben werden deshalb nicht liegen gelassen“. Als Beispiel nannte Schmüllung die kurze Bearbeitungszeit von Baugenehmigungen, was sich günstig auf die Standortverlagerungen einiger Unternehmen ausgewirkt habe. „Der Landkreis wird sich weiterhin positiv entwickeln.“

In Kurzform stellte Roland Richert die Universalbau GmbH vor. Laut dem Inhaber und Geschäftsführer beschäftigt das Unternehmen derzeit 50 Mitarbeiter, die einen Jahresumsatz von 17 Millionen Euro erwirtschaften. „Wir haben uns seit 25 Jahren am Markt behauptet.“ In dieser Zeit seien etwa 150 Lebensmittelmärkte errichtet worden. Beim Wohnungsbau engagiere sich das Unternehmen derzeit besonders in Hamburg. „Dort bauen wir gerade eine Tiefgarage für 100 Wohneinheiten.“ Auch bei Sanierung und Erweiterung des Sparkassenbaus am Parchimer Moltkeplatz war Universalbau federführend.

Das IHK-Herbsttreffen wurde musikalisch von Henning Schiewer (Standbass) und Oliver Herlitzka (Gitarre) umrahmt. Das Duo zauberte mit dezenter Jazzmusik eine entspannte Atmosphäre, die den Gedankenaustausch förderte.

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen