Dreharbeiten Polizeiruf 110 : Filmischer Kriminalfall in Mestlin

Charly Hübner, alias Kommissar Alexander Bukow (M.), im Gespräch mit dem Regisseur Christian von Castelberg (r.)
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Charly Hübner, alias Kommissar Alexander Bukow (M.), im Gespräch mit dem Regisseur Christian von Castelberg (r.)

In dem Storchendorf entstehen Szenen eines Polizeiruf 110-Filmes

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13. Juni 2015, 07:00 Uhr

Großes Aufgebot an Technik und Fahrzeugen in der Fritz-Reuter-Straße und am Marx-Engels-Platz in Mestlin. In dieser Woche drehte hier ein Team der Produktionsfirma Filmpool Fiction GmbH aus Köln etliche Szenen für eine weitere Folge der Kriminalserie „Polizeiruf 110“ mit Anneke Kim Sarnau und Charly Hübner in den Hauptrollen.

Bislang wurden die Folgen stets in Rostock und in Hamburg gedreht. Für den neuen Streifen mit dem Arbeitstitel „Die 5. Gewalt“ zog man erstmals ins Landesinnere und drehte unter anderem bereits in Warlow.

In Mestlin wurde die alte Gaststätte „Jägereck“ zur Gaststätte „Zum Lindenplatz“. Kommissar Alexander Bukow, alias Charly Hübner, und seine Profilerin Katrin König, alias Anneke Kim Sarnau ermitteln hier in einem Mordfall. Lautes Geschrei ist aus der Gaststätte zu hören; Kommissar Bukow geht zur Tür und lässt jemanden zur Fahndung ausschreiben. So eine der vielen Szenen, die in dieser Woche gedreht wurden. Aus der kleinen Wiese, zwischen Gaststätte und Marx-Engels-Platz (im Film Lindenplatz), wird ein Bolzplatz und „hier passiert auch einer der Morde“, verrät Regisseur Christian von Castelberg.

Der Regisseur ist beeindruckt von der Kulisse im Storchendorf. „Als ich das erste Mal hier auf dem Platz stand, war ich hin und weg von der Dimension mit dem Riesenkulturhaus und erfuhr, dass man damit einst die Landflucht verhindern wollte. Aber das große Haus spielt keine Rolle, nur die Eckkneipe, die Thälmann-Straße und die Fläche dazwischen…“ so von Castelberg gegenüber unserer Redaktion. Die beiden Orte Mestlin und Warlow werden filmisch gemischt zu einem Ort Beslow. Dabei musste lange nach einem Ortsnamen gesucht werden, denn nach Möglichkeit soll es diesen Ort in der Realität nicht geben.

Wieder folgt eine lange Pause, es wird eine weitere Szene vorbereitet, die Kulisse eingerichtet und ausgeleuchtet, Szenenproben und Kameraproben… und dann folgt der tatsächliche Dreh und auch das mehrfach. Solange bis es heißt „gestorben“,. Damit ist nicht die Filmleiche gemeint, sondern dass alles im Kasten ist und Regisseur und Kameramann (Martin Farkas) zufrieden sind. Dazwischen ist immer wieder viel Geduld gefragt, die vier Drehtage in Mestlin werden im Film nur etwa 20 Minuten dauern.

Bis zu 40 Personen sind in das Projekt integriert, dazu die Schauspieler und Komparsen. Sehr viel Technik wird benötigt, welche durch vier Laster und zehn Kleinlaster herantransportiert wurde. Auch das einstige Pflegeheim spielt eine Rolle, hier wurde das Basislager für Maske und Kostüm und das sehr wichtige Catering eingerichtet.

Voraussichtlich im Herbst nächsten Jahres wird der Film zu sehen sein, heißt es aus der Aufnahmeleitung.

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