Einsatz : Feuerwehr sichert Gefahrgut

Gefahrguteinsatz in der Nacht zu Sonnabend auf einem Firmengelände in Spornitz.  Fotos: Michael-Günther Bölsche
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Gefahrguteinsatz in der Nacht zu Sonnabend auf einem Firmengelände in Spornitz. Fotos: Michael-Günther Bölsche

Nächtlicher Einsatz auf Firmengelände in Spornitz: Drei Fässer mit Formaldehyd beschädigt

svz.de von
06. Juni 2016, 08:00 Uhr

Auf einem Firmengelände im Spornitzer Gewerbegebiet kam es in der Nacht zum Sonnabend zu einem Gefahrguteinsatz mehrerer Feuerwehren. Nach ersten Erkenntnissen stieß gegen 1.30 Uhr ein mit Formaldehyd 30 Prozent beladener LKW vermutlich zu stark gegen die Laderampe. Als der Fahrer das Fahrzeug öffnete, damit es entladen werden kann, schlug ihm bereits ein stechender Geruch entgegen. „Er hat alles wieder verschlossen und umgehend Alarm ausgelöst“, so die Einsatzleitung der Feuerwehr aus Spornitz. Da sofort von einem Gefahrgutunfall ausgegangen wurde, sind auch die Wehren in Parchim und Sternberg, die zum Gefahrgutzug Parchim gehören, sowie die Amtswehrführung des Parchimer Umlandes alarmiert worden. Der Dekontaminationstrupp in Lübz wurde ebenfalls herbeigerufen, doch diese Kameraden konnten den Einsatz wieder abbrechen.

„Die Lage gestaltete sich zunächst schwierig. Der Laster hatte auch andere Gefahrgutstoffe geladen. Deshalb mussten wir erst einmal heraus finden, was nun beschädigt und wie viel möglicherweise ausgelaufen war“, beschreibt Einsatzleiter Ronny Mathes-Languth die nächtliche Situation. Nachdem der Gefahrenbereich weiträumig abgesperrt und die Löschbereitschaft hergestellt wurde, begannen die Kameraden mit der Untersuchung des Fahrzeugs. Auf Grund der Ladepapiere war zwar schnell klar, was sich alles auf der Ladefläche befand, doch das Ausmaß der Beschädigung war unklar.

Wie sich herausstellte, waren drei der vier geladenen Fässer mit Formaldehyd in Mitleidenschaft gezogen worden. „Die Verschlüsse waren defekt, so dass etwas Flüssigkeit heraus schwappte“, berichtet Mathes-Languth. Mit Hilfe eines Staplers wurde das Fahrzeug entladen, die betroffenen Fässer wurden separat gelagert und mit einer Folie komplett gesichert.

Der Kraftfahrer kam sicherheitshalber zur Beobachtung in die Asklepios Klinik, da er über Atemwegreizungen klagte. Doch schon wenig später konnte Entwarnung gegeben werden, er war nicht verletzt. Der Gefahrguteinsatz von insgesamt 44 Feuerwehrleuten dauerte bis gegen 5 Uhr.
 

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