zur Navigation springen

Neu Herzfeld: Fünf Wehren im Einsatz : Feuer zerstört großes Bauernhaus

vom

Ein Großfeuer vernichtete gestern früh in der Hauptstraße in Neu Herzfeld ein großes Bauernhaus. Eine vierköpfige Familie, die zum Glück unverletzt blieb, muss sich jetzt vorübergehend eine andere Bleibe suchen.

svz.de von
erstellt am 17.Dez.2012 | 05:08 Uhr

Neu Herzfeld | Ein Großfeuer vernichtete gestern früh in der Hauptstraße in Neu Herzfeld ein großes Bauernhaus. Eine vierköpfige Familie, die zum Glück unverletzt blieb, muss sich jetzt vorübergehend eine andere Bleibe suchen.

Kurz nach halb vier wurde die Feuerwehr alarmiert. "Als wir eintrafen, brannte das Wohnzimmer in dem gut sanierten Fachwerkgebäude in voller Ausdehnung. Das Feuer griff aber rasend schnell auf das darüberliegende ausgebaute Dachgeschoss und den Dachfirst über", erzählt Frank Patzelt, Wehrführer aus Groß Godems. Zum Glück konnten sich die Bewohner rechtzeitig retten, eine Katze verendete in dem stark verrauchten Flur. Das Schlafzimmer befindet sich auf der anderen Seite des Fachwerkhauses.

Neben den Groß Godemsern waren natürlich die Herzfelder Kameraden sowie die benachbarten Wehren aus Karrenzin und Wulfsahl alarmiert. Auch die Parchimer Wehr war im Einsatz, insbesondere die Drehleiter und der Groß tankwagen. Insgesamt kämpften 50 Kameradinnen und Kameraden vor Ort gegen die Flammen an. Das Löschwasser holten sie aus einem Löschwasserteich im Dorf.

Vater wachte zufällig auf und rettete seine Familie

Nach mehr als dreieinhalb Stunden war das Feuer gelöscht. Der Einsatz gestaltete sich insofern schwierig, als die Flammen in der Zwischendecke und im First wüteten. Erst nach dem teilweise Abdecken des Daches sowie durch den Einsatz von Motorkettensägen kamen die Kameraden, die nur unter Atemschutz agieren konnten, an die Glutnester heran. "Wir haben im ausgebauten Dachgeschoss den Fußboden aufnehmen müssen, sonst war kein Rankommen möglich", begründet Parchims Wehrführer Bernd Schröder den Einsatz. Gegen 7.30 Uhr war der Hauptteil der Löscharbeiten beendet und die Kameraden begannen mit dem Rückbau der Einsatztechnik und der Schläuche. Die Brandwache übernahmen die Herzfelder Kameraden, sie dauerte bis kurz vor 11 Uhr.

Zur Brandursache konnten die Polizei bis Redaktionsschluss noch keine Angaben machen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen vor Ort aufgenommen. Nach ersten Erkenntnissen vermuten die Beamten eine technische Ursache, hieß es gestern Nachmittag. "Eine vorsätzliche Brandstiftung ist auszuschließen, auch wenn die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind", bestätigte am Nachmittag auch Klaus Wiechmann von der für Parchim zuständigen Polizeiinspektion Ludwigslust. Die Schadenshöhe wird nach ersten Schätzungen auf rund 100 000 Euro beziffert. Ganz großes Glück hatten die drei Personen - eine war zur Brandzeit nicht im Haus - denn der Vater war rein zufällig wach geworden und hatte den Brandgeruch bemerkt und konnte somit seine Familie wecken und aus der Gefahrenzone bringen. "Das hätte durchaus in einer Katastrophe enden können", waren sich die Einsatzkräfte einig.

Wie im Laufe des Tages zu erfahren war, hätte die Gemeinde der betroffenen Familie eine vorübergehende Bleibe angeboten, doch dies war nicht nötig. "Die Familie ist bei ihren Eltern in der Kreisstadt unterkommen", hieß es aus dem Amt Parchimer Umland.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen