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Parchimer Zeitung

17. November 2017 | 20:41 Uhr

Klinken : Familientreff am Pfingstfeuer

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Klinkener pflegen seit 35 Jahren Tradition am Pfingstsonnabend / Gestern Frühschoppen zum 785. Dorfgeburtstag

von
erstellt am 26.Mai.2015 | 07:40 Uhr

Die Abendsonne war am Sonnabend mit den Klinkenern im Bunde und lachte fröhlich auf den Festplatz herab, der sich von Minute zu Minute füllte. Das gemütliche Beisammensein am später entzündeten Lagerfeuer gehört in Klinken seit 35 (!) Jahren zum Pfingstfest wie die Kirche zum Dorf.

Tatsächlich haben zum Beispiel Sabine und Berthold Köster, die beide gebürtige Klinkener sind, in all den Jahren kein einziges Pfingstfeuer verpasst: Ihr Sohn und ihre Tochter sind natürlich ebenfalls mit dieser Tradition aufgewachsen und möchten sie nicht mehr missen, obwohl sie inzwischen in Hamburg leben.

Deshalb ist bei Kösters am Pfingstsonnabend stets Familientreffen angesagt. Als jüngste im Bunde waren die beiden Enkeltöchter Emily (8) und Zoe (5) mit von der Partie.

In diesem Jahr fanden sich sage und schreibe 16 Angehörige auf dem Festplatz ein. Denn die Familienrunde verstärkten zum Jubiläums-Pfingstfeuer auch die in Goslar und ebenfalls in Klinken beheimateten Brüder von Berthold Köster sowie seine Schwester aus Parchim mit ihren Partnern. Der Vater von Sabine Köster, Ernst Sorgenfrei, gehörte 1980 als damaliger Bürgermeister mit der Gemeindevertretung zu den Initiatoren dieses beliebten Dorfereignisses.

Von Beginn an wird das gesamte Drumherum vom Beschaffen des Holzes bis hin zum Brutzeln der Grillwurst von den Klinkener Feuerwehrkameraden gestemmt. In Sachen Musik setzten sie zum zweiten Mal auf die professionelle Verstärkung durch Allzweckwaffe DJ Hans Wahnsinn. Für die Klinkener Feuerwehrtruppe ist es die selbstverständlichste Sache der Welt, sich fürs Dorf zu engagieren.


Auch der Vater war schon Wehrleiter


Wehrleiter Stefan Wiese ist selbst in Klinken aufgewachsen und bis heute hier beheimatet. Zur freiwilligen Feuerwehr fand der heute 33-Jährige über seinen Vater Horst Wiese, der sogar sechs Jahre lang sein Wehrleiter war, bevor Stefan Wiese vor vier Jahren seine unmittelbare Nachfolge antrat. Heute zählt die Klinkener Feuerwehr 37 Mitglieder, davon 17 aktive Kameraden.

Erst vor wenigen Tagen konnte mit Chris Meißner (16) erneut ein Jugendlicher aus dem Dorf in die Erwachsenenwehr aufrücken. Chris Meißner, der die zehnte Klasse am Friedrich-Franz-Gymnasium in Parchim besucht, kam vor zwei Jahren durch einen Freund zur Jugendwehr. Und hatte sofort Spaß daran. Vor allem findet er es wichtig, etwas dafür tun zu können, Leben zu retten.

Pfingsten 2015 bescherte den Klinkener Feuerwehrkameraden neben dem Lagerfeuer aber noch einen zweiten „Sondereinsatz“ für ihr Dorf in der Lewitzrandgemeinde: Denn auch das Ausrichten des musikalischen Frühschoppens am gestrigen Montag in der Mehrzweckhalle anlässlich des 785. Dorfgeburtstages lag in ihren Händen. „Alles lief super, es herrschte Bombenstimmung, alle hatten schöne Stunden“, freut sich Stefan Wiese mit seiner Truppe über ein rundum gelungenes Festwochenende. Da blieb ihm gestern nur noch, ein dickes Dankeschön an alle freiwilligen Helfer hinterherzuschieben.

 

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