Parchim : Falschparker stoppen Citybus

Mittwochnachmittag: Kein Durchkommen für den Citybus in der Straße am Rathaus. Die Folge ist Stau.
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Mittwochnachmittag: Kein Durchkommen für den Citybus in der Straße am Rathaus. Die Folge ist Stau.

Staus Am Rathaus: Regelmäßig müssen Busse eine Zwangspause einlegen

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10. März 2016, 21:00 Uhr

Nichts geht mehr in der Straße Am Rathaus in Parchim. Bis zur Apothekenstraße staut sich der Verkehr zurück. Der Grund: Der Citybus kommt keinen Zentimeter weiter, weil ihn an der Einmündung zum Alten Markt Falschparker behindern.

Es ist Mittwoch, gegen 17 Uhr. Die ersten Autofahrer versuchen den Weg rückwärts entlang der Einbahnstraße aus der Falle zu schaffen. Denn: „Das kann Stunden dauern“, sagt eine Frau in einem der Pkw in der Warteschlange. Schon am Morgen des gleichen Tages stand sie hier wegen der gleichen Situation in der Falle, berichtet sie.

An den Parkplätzen beidseitig der Straße liege es nicht, sagt Holger Geick aus der Stadtverwaltung. Eigentlich sei die Fahrbahn ausreichend breit. Wenn es hier zu Problemen kommt, liege das eindeutig an der Unvernunft der Autofahrer, die beispielsweise auf Sperrflächen parken. Vor allem Mittwochs, wenn Markttag ist, komme das vor. Oder auch bei verschiedenen Veranstaltungen in diesem Umfeld. Auch in der Langen Straße würden die Busse zuweilen durch parkende Autos behindert.

In solchen Fällen funken die Busfahrer ihre Leitstelle an. Die setzt sich mit der Ordnungsbehörde in Verbindung, die kurzfristig den Halter ermittelt. Um sich mit ihm in Verbindung zu setzen, damit er Platz macht mit seinem Auto. Im Zweifel wird das Fahrzeug abgeschleppt.

Im Parchimer Polizeihauptrevier laufen recht selten Meldungen auf, dass es für Busse Probleme und damit zu Verkehrsbehinderungen kommt, erfährt SVZ vom amtierenden Revierleiter Maik Dieterich-Hoffmann.

Dennoch kommt es immer wieder vor, dass die Busse Am Rathaus gestoppt werden. In letzter Zeit ein- bis zweimal die Woche, sagt Disponent Sandro Pflughaupt von der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim (VLP). Stundenlang dauert der Zwangsstopp zwar nicht, aber meist fünf und sogar bis zu zehn Minuten. Das bringt den Fahrplan auf Linie 7 schon etwas durcheinander. Wie sich dann herausstellt, sind die Fahrer der parkenden Autos u.a. bei einem Arzt in der Nähe oder zum Geldabheben bei einer Bank.

Nach Beobachtung von Mitarbeitern des Busbetriebes sind aber nicht nur die Parker auf den Sperrflächen im Weg. Zuweilen sind es auch die auf dem letzten Parkplatz vor der Einmündung. Wenn parkende Autos breiter sind und die Fahrzeuge dann nicht genau mit den Rädern am Bordstein stehen, kann es zu eng werden für die Busse, erfährt SVZ. Der Verkehrsbetrieb hat angeregt, den letzten Parkplatz vor dem Alten Markt aufzugeben, sagt Andreas Helms von der VLP.

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