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Nach Renovierungsarbeiten : Facelift fürs Hotel „Schloss Passow“

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Zwei Jungunternehmer verpassen dem Herrenhaus ein frisches Aussehen / Vier Wochen nach Neueröffnung erste kleine Resonanz

von
erstellt am 01.Mai.2014 | 07:56 Uhr

Drei Jahre stand es leer, das Passower Schlosshotel. Nun ist endlich wieder Leben eingekehrt und mit ihm auch zwei neue Pächter. Mario Gierl aus dem Ruhrgebiet und der Engländer Joe Thackray arbeiten seit Monaten mit Leib und Seele an ihrem Traum vom Hotelieren in der mecklenburger Region.

Bereits im Oktober starteten die Renovierungsarbeiten am ehemaligen Gutshaus. Trotz der strengen Auflagen zur Herstellung des Originalzustands des knapp 180 Jahre alten Gebäudes, ging seitdem „alles ziemlich problemlos von der Bühne“, wie die beiden Geschäftsführer erzählen. Rund 150 000 Euro haben die neuen Pächter dafür investiert: So erhielten alle 26 Zimmer einen neuen Anstrich, das gesamte Hotel wurde mit neuem Teppichboden versehen, die Außenfassade wurde denkmalgerecht aufgefrischt, die Bibliothek und der Trauraum wurden mit neuen Möbel bestückt, so dass dort künftig Hochzeiten vollzogen werden können. Bis zu 150 Personen haben dann Platz im hoteleigenen Veranstaltungsraum zu feiern und sich von der modernen deutschen Küche vom Schloss Passow überzeugen zu lassen. „Wir bieten nicht die typische Hausmannskost, sondern verbinden das Klassische mit einem gehobenen Stil“, so Gierl weiter. Eine Besonderheit dabei sind deutsche Tapas, also kleine Vorspeisen aus der heimischen Küche, die das hoteleigene Restaurant täglich anbietet.

Auch vier Wochen nach der offiziellen Neueröffnung des Hotels, mit einem Tag der offenen Tür und 700 Besuchern, verpassen die beiden Jungunternehmer und ihre 16 Angestellten dem Schloss weiter den perfekten Feinschliff. Ab dem 3. Mai wird Simon Niederholdmeyer aus Düsseldorf das Team als Hotelleiter ergänzen. Bereits im nächsten Monat soll der Garten hinter der bereits renovierten Terrasse des Hotels hergerichtet werden. „Dann ist nicht nur die Aussicht auf den See perfekt, ein kleiner Weg soll vom Schloss direkt zu ihm führen“, so Mario Gierl. Ab Oktober soll zudem im Kellergewölbe ein Wellness-Abteil entstehen – mit allem, was das Spa-Herz begehrt: Saunabereich, Ruhe- und Massageräume sowie ein kleiner Kosmetik-Abteil. „Bis zur nächsten Saison wollen wir uns damit hier in der Region einen eigenen Namen gemacht haben“, so die beiden Männer der JM Living & Entertainment GmbH.

Für die Unternehmer ist es wichtig, den alten Ruf des Schlosses loszuwerden und sich hier einen neuen, guten Ruf zu erarbeiten. „Die Geschichte des Hauses ist von vielen Negativschlagzeilen geprägt, so auch die letzte Pleite, nachdem all das hier dann drei Jahre leer stand“, erzählt der 32-jährige Mario Gierl.

Mit den neuen Pächtern soll es in Passow nun wieder bergauf gehen, ausreichend Erfahrung bringen die beiden trotz des relativ jungen Alters mit. Mario Gierl ist gelernter Hotelbetriebswirt und seit 16 Jahren in der Gastronomie tätig. Zusammen mit dem gebürtigen Engländer Joe Thackray betreibt er seit einem Jahr das Havelschloss Zehdenick, etwa 60 Kilometer nördlich von Berlin. „Das kleine Hotel ist eher rustikal und wird dank der Lage zum Wasser sehr gut angenommen“, erzählt Joe Thackray.

Als die beiden dann im letzten Mai vom leerstehenden Schloss Passow hörten, waren sie sofort Feuer und Flamme für das klassizistische Gebäude. Obwohl 2000 erstmals saniert, gab es nach dem Leerstand viel zu tun. Das haben sie geschaft. „Die nächste Saison wird unsere“, erhoffen sich die beiden Wahl-Mecklenburger.

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