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Teenie-Schwangerschaft : Es ist nicht immer wie im Kino

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

400 Schüler nutzten Präventionsangebot in Parchim

Ansturm aufs Parchimer Movie Star an einem ganz normalen Schulvormittag: Etwa 400 Teenager aus Schulen des Landkreises sahen am Donnerstag den Film „Vierzehn“. Die Dokumentation von Cornelia Grünberg thematisiert am konkreten Beispiel von vier betroffenen Mädchen schonungslos und authentisch das Thema Teenie-Schwangerschaften.

Laura, Fabienne, Lisa und Steffi sind zum ersten Mal verliebt, haben Sex und werden schwanger. Als 14-Jährige müssen sie plötzlich eine Entscheidung fürs Leben treffen – und in neun Monaten erwachsen werden.

Die Filmvorführung fand im Rahmen des Präventionsangebotes „Es ist nicht immer wie im Kino!“ statt. Bereits als die Einladungen über die Schulsozialarbeiter an die Schulen gerichtet wurden, zeichnete sich ein erfreuliches Echo ab: „Das Interesse war so groß, dass sogar eine zweite Vorführung organisiert wurde. Das Kino hat da sehr flexibel reagiert“, berichtet Rilana Jock von der Schwangerenberatungsstelle des Diakoniewerks Kloster Dobbertin als einer der Partner des Projektes. Zu den Unterstützern gehören ebenfalls die Schwangerschaftsberatungsstelle des Deutschen Roten Kreuzes, Profamilia, das Familien-Informations-Netzwerk (FIN) des Landkreises Ludwigslust-Parchim sowie die AIDS-Hilfe Westmecklenburg im Verein SchuLZ e. V..

Mit Aktivitäten rund um Verhütung, Aufklärung und Gesprächsangeboten gingen die an diesem Projekt beteiligten Akteure direkt auf die Jugendlichen zu. Unter ihnen auch Schülerinnen aus der Parchimer Fritz-Reuter-Schule, die mit drei Klassen das Präventionsangebot in Anspruch nahm.

„Man kann Sex haben, aber man soll erst mal nachdenken, was man macht“, lautete das Fazit einer 15-Jährigen nach dem Filmerlebnis. Ihre Klassenkameradinnen nicken zustimmend. „Eine gut gemachte Dokumentation“, findet Lehrerin Marion Schmauder. Sie kann sich gut vorstellen, mit ihren Schülern auch die Folgedokumentation zu besuchen. Unter dem Titel „Achtzehn“ gibt es in der Zwischenzeit nämlich eine Fortsetzung darüber, wie die vier mittlerweile erwachsenen Teenie-Mütter um ihre Kinder, ihre Jugend und ihre Träume kämpfen. Sie soll voraussichtlich im kommenden Jahr in Parchim zu sehen sein, kündigen die Partner des Präventionsangebotes „Es ist nicht immer wie im Kino!“ an.

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erstellt am 17.Jul.2016 | 09:00 Uhr

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