Martinimarkt Parchim : Es ist, als würde man fliegen...

Thomas Kuss (l.) lässt Hannes Vorbau ans Karussell-Mikro
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Thomas Kuss (l.) lässt Hannes Vorbau ans Karussell-Mikro

Martinimarkt 2017 hebt herbstliche Stimmung

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05. November 2017, 20:45 Uhr

„Es ist als würde man fliegen, weil da nichts mehr ist unterm Po.“ Die kleine Ella Kreutz wusste ihr Gefühl während der Fahrt im „Comic Trip“ in treffende Worte zu verpacken. Zusammen mit Opa Jürgen war sie einer der ersten Gäste auf dem Martinimarkt, welche die Fahrgeschäfte nach der offiziellen Eröffnung bestürmten.

In Feststimmung zeigten sich auch Bürgermeister Dirk Flörke, Stadtpräsidentin Ilka Rohr und weitere Besucher vor dem nagelneuen „Encounter“, das die Kulisse für den Auftakt des diesjährigen bunten Treibens bildete. „Es ist November und Parchim feiert“, stellte Ilka Rohr fest und blickte zurück auf eine fast 700-jährig währende Geschichte des Markttreibens in der Kreisstadt.

Groß war die Vorfreude auf ein viertägiges rauschendes Fest, das mit 500 in den schwarzen Nachthimmel aufsteigenden Luftballons eröffnet wurde. Wohin der Blick auch schweifte, es blinkte und leuchtete in allen Ecken; immer der Nase nach war keine gute Orientierungshilfe, denn köstliche Gerüche schwängerten die Luft allerorten und ließen Kindheitserinnerungen wach werden. Gebrannte Mandeln in knackig-warmer Kruste, heiß geschwenkte Bratwurst vom Grill und herrlich wärmender Glühwein: Traditionen, die Herz und Seele seit Generationen zusammenhalten. Damit hatte auch das Handbrot seinen großen Auftritt und fand deutlichen Anklang bei den Besuchern. „Lecker“, fanden Verena und Andy aus Zierzow die sättigende Kleinigkeit.

Gestärkt ging es also zu den Karussells, deren bunte Auswahl die Entscheidung nicht leicht machte. Die Wahl fiel auf das familienfreundliche „Magic“ und mit dabei auch Manuela Bettler aus Parchim, deren Sohn Paul ganz begeistert war. „Cool“ wurde die Fahrt präzise zusammengefasst und Mutter zum nächsten Fahrgeschäft gezogen.

Einen ganz besonderen Martinimarkt-Platz hatte Hannes Vorbau aus Kukuk bei Sternberg. Seinen 27. Geburtstag krönte eine Überraschung von Frau Julia: Er durfte im Führerhäuschen eines Karussells sitzen und die Ansagen machen; ein Wunsch, den er schon lange geäußert hatte. „Noch eine Runde, noch eine Runde!“ schallte es somit über den Platz und glücklich hantierte das Geburtstagskind mit Mikro und Echo-Effekten.

Sobald der Adrenalinspiegel der Fahrgäste sein Limit erreicht und der Drehwurm sich festgesetzt hatte, ging es zum Entspannen in das „Tingel –Tangel“. Das diesjährig neu angereiste Transvestiten-Kabarett bestach mit der Verkleidungskunst von Madame Chou Chou und Kolleginnen, welche im Glitzeroutfit und mit dramatischem Augenaufschlag sangen, anheizten und das Publikum gekonnt in eine andere Welt entführten.

So schafft es der Martinimarkt einmal mehr, den Herbstblues für ein Wochenende zu verjagen und die Türen der Herzen weit zu öffnen.
 

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