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Ein LIed zum Jubiläum : Es begann mit einem Wasserwagen

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Freiwillige Feuerwehr Matzlow-Garwitz feierte 75. Jubiläum

svz.de von
erstellt am 04.Mai.2014 | 17:31 Uhr

Es war einmal… So fangen Märchen an, aber auch Erzählungen, wenn man ein Jubiläum feiert und der ein oder andere noch die Anfänge miterlebt hat. Auch beim 75. Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr in Matzlow-Garwitz wurden so manche Erinnerungen wach und Wehrführer Hans-Joachim Eggert tat sein übriges dazu. So erzählte er von der ersten Erwähnung der Einweihung eines Gerätehauses im Jahre 1911, obwohl die Feuerwehr selbst erst 1939 gegründet wurde. Matzlow und Garwitz - in beiden Orten gründete seinerzeit Karl Seyer senior die Wehr und er war auch bis 1963 der Wehrführer in Matzlow, während in Garwitz Ernst Hahn die Geschicke lenkte.

„Die erste Ausstattung war ein Wasserwagen und für die Garwitzer eine Handdruckspritze, während die Matzlower eine Motorspritze bekamen. Nach dem Krieg kam ein Tragkraftspritzenanhänger (TSA) aus Wehrmachtsbeständen hinzu“, erinnerte Eggert auf der Festveranstaltung in der Garwitzer Gaststätte „Zur Schleuse“. Das erste Einsatzfahrzeug war Ende der 50er Jahre ein Horch, der in den 60er-Jahren durch einen LO ersetzt wurde und heute gehören ein Löschfahrzeug (LF 16 TS) sowie ein Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25) zum Bestand. Anfang 1960 wurde das Gerätehaus in Garwitz erbaut und 1964 der Schlauchturm. 1990 konnte ein weiterer Anbau an das Gerätehaus gefeiert werden.

Viel Wert legten die Kameraden auf die Nachwuchsarbeit und so hatte Manfred Gode 1974 die Arbeitsgemeinschaft Junge Brandschutzhelfer gegründet, die nach der Wende in die Jugendfeuerwehr überging und die später Siegfried Stövhase führte. Der Zusammenschluss der Wehren in Matzlow und Garwitz erfolgte im Jahre 2004. 57 Mitglieder, 27 davon in der aktiven Einsatzabteilung, zählt die Wehr heute. Über all diese Geschichten wurde am Sonnabend geklönt und gefragte Gesprächspartner waren sicherlich Karl Seyer junior, der 91-jährige Sohn des Wehrgründers und sein Mitstreiter Erwin Bandow, der 88 Lenze zählt. Bürgermeister Wolfgang Hilpert dankte in einem Grußwort den Kameraden für deren Einsatzbereitschaft und schloss darin vor allem die Lebenspartner mit ein, „die stets viel Verständnis für das Ehrenamt aufbringen“. Auch auf die guten Ergebnisse bei Wettbewerben auf Amts- und Kreisebene verwies der Bürgermeister. Immerhin konnten im Amt 12 Mal der erste Platz und auf Kreisebene acht Mal der erste Platz erreicht werden.



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