Grebbin : Erste Mieter im früheren Konsum

Carolin Wollgandt vor dem Eingang zum Büro des Pflegedienstes.
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Carolin Wollgandt vor dem Eingang zum Büro des Pflegedienstes.

Pflegedienst hat neues Domizil im Mehrzweckgebäude in Grebbin bezogen.

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01. Februar 2018, 05:00 Uhr

Die ersten Mieter richten sich ein im umgebauten alten Konsum in Grebbin. Der ambulante Pflegedienst Landleven hat seine Büros im Mehrzweckgebäude bezogen. Neun Mitarbeiterinnen gehören zu dem Dienst, sagt Carolin Wollgandt, die stellvertretende Leiterin. Betreut werden Patienten in einem Umkreis bis Crivitz, Prestin, Mestlin, Parchim und Passow. Der Pflegedienst befand sich in Kossebade. Wie die Arztpraxis setzt er auf den neuen Standort in der Gemeinde Obere Warnow - in Grebbin.

Die Arztpraxis ist kurz vor dem Umzug. Im Untergeschoss des gleichen Gebäudes zieht auch ein Friseurgeschäft ein. Für jeden dieser Mieter gibt es eigene Eingänge.

Das Erdgeschoss ist fertig gestellt, sagt Renè Ringhand, Bauamtsleiter im Parchimer Umland. Es müssen noch einige Mängel abgestellt werden. Auch im Obergeschoss nähern sich die Arbeiten dem Ende. Der Fußbodenbelag muss beispielsweise noch verlegt werden, und auch der Tischler hat noch einige Arbeiten vor sich. Witterungsbedingt konnte spät mit den Außenanlagen begonnen werden, so Ringhand.

Ursprüngliche Vorgabe war es, den Bau bereits im vergangenen Jahr fertigzustellen. Aber das war nicht machbar, sagt der Bauleiter. Spät gab es die endgültige Gewissheit über Fördermittel. Erst nach dem Bescheid konnten die ersten Gewerke ausgeschrieben werden. Mit Fördergeldgebern ist vereinbart, dass die Abrechnung des Projekts bis April diesen Jahres erfolgen soll.

Das Gebäude war vor dem Umbau nur teilweise belegt. Im Obergeschoss befanden sich u.a. die Büros einer Wohnungsverwaltung und des Bürgermeisters. Die ehemalige Verkaufsstelle im Erdgeschoss stand indes seit Jahren leer.

Die Gemeinde Obere Warnow erstellte Pläne für den Umbau und damit eine Wiederbelebung des gesamten Areals: im Erdgeschoss Arztpraxis, Pflegedienst und Friseursalon, im Obergeschoss ein größerer Raum, der sich mehrfach nutzen lässt, Büros für die Grundstücksverwaltung BMV und den Bürgermeister.

Heiße Diskussionen hatte es im Sommer vergangenen Jahres um die Finanzierung gegeben. Denn die Kosten für das Projekt stiegen. Mit 406 000 Euro hatte man kalkuliert. Dann kam die Summe von 450 000 Euro ins Spiel für den bereits laufenden Umbau des früheren Konsums zum Mehrzweckgebäude. Das hatte für heftige Debatten im Dorfparlament gesorgt. In diese Zeit fiel der Rücktritt des damaligen Bürgermeisters Hartmut Bahl, der sich besonders für das Projekt engagiert hatte. Die Gemeindevertreter stimmten letztlich dafür, dass die Kommune mehr Geld als zunächst geplant bereitstellt und einen höheren Kredit aufnimmt (SVZ berichtete).

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