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Parchimer Zeitung

19. November 2017 | 17:15 Uhr

Parchim : Erste Bilanz: Der Rufbus läuft rund

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Seit Mitte Dezember nutzten 882 Fahrgäste das neue Angebot. Kosten durch Einsparungen im normalen Linienverkehr aufgewogen

von
erstellt am 03.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Der Kurs stimmt: Eine erste Bilanz des seit Dezember 2016 in der Region zwischen Parchim und Plau fahrenden Rufbusses fällt positiv aus. In den gut zweieinhalb Monaten seit dem Projektstart gingen 811 Bestellungen für 977 Fahrgäste bei der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim VLP ein. Das sagte Landrat Rolf Christiansen (SPD) vor dem Kreistag. 541 Fahrten mit dem Rufbus wurden realisiert, aufgrund von rechtzeitigen Stornierungen wurden letztlich 882 Fahrgäste befördert. Lediglich 14 Fahrgäste erschienen nicht zum bestellten Zeitpunkt.

Vergleichen lassen sich die absoluten Zahlen zunächst nicht, weil der Rufbus in Nordwestmecklenburg flächendeckend eingeführt wurde. Allerdings sei der Wert von 1,63 Fahrgästen pro Rufbus-Fahrt gut. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 1,4 Fahrgästen.

Die Mehrheit der Fahrgäste nutzte den Rufbus an einem Tag nur einmal, für die Gegenrichtung wurde von diesen Fahrgästen offenbar der Schülerverkehr genutzt. Christiansen: „Ein Umstand der im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit sehr positiv ist. Der Rufbus ist seiner Aufgabe als Ergänzung des Linienverkehrs insofern gerecht geworden.“

VLP-Geschäftsführer Stefan Lösel spricht die Kundenzufriedenheit an: „Das Kundenfeedback war durchweg positiv, was bei dem deutlich ausgeweiteten Fahrtenangebot und der persönlichen Bedienung bis hin zum Ausstieg vor der Haustür nicht weiter verwundert.“ Der Aufwand für den Anruf sei von den Kunden kaum kritisiert worden, genauso wenig wie das Serviceentgelt in Höhe von einem Euro. Lösel: „Der Zugewinn an Flexibilität und Mobilität wiegt die Notwendigkeit, seinen Fahrtwunsch im Vorfeld anzumelden, aus Sicht der Kunden bei weitem auf. Wir stellen fest, dass die Mehrheit der Kunden den Rufbus bereits mehrfach und in zahlreichen Fällen regelmäßig benutzt hat.“ Auch mit den Kosten ist Landrat Rolf Christiansen zufrieden: „Optimistisch stimmt, dass die variablen Kosten für die Verkehre mit dem Rufbus in dem zurückliegenden Zeitraum seit Projektstart durch Einsparungen an variablen Kosten im konventionellen Linienverkehr weitgehend aufgewogen wurden.“ 150 000 eingesparten Fahrplankilometern im Liniendienst stehen aktuell 1,5 Millionen Kilometer mit Rufbus gegenüber. Deshalb wird mit Hochdruck an einer Ausweitung des Systems auf das gesamte Kreisgebiet gearbeitet.

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