Parchim : Erinnerung an das Kriegsgefangenenlager

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14. März 2019, 05:00 Uhr

Um an das Leid des 1. Weltkrieges zu erinnern, trafen sich jetzt die ehrenamtlichen Mitglieder des Regionalverbandes Parchim vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge unter Leitung des stellvertretenden Regionalvorsitzenden, Bürgermeister a.D. Bernd Rolly.

Vor mehr als 100 Jahren wurde das Kriegsgefangenenlager auf dem Gelände des heutigen Parchimer Flughafens aufgelöst. Für die 1164 Toten wurde der Friedhof am Dammer Weg angelegt. Zur Erinnerung an die Einrichtung mit all ihren Schrecken und an das Leid des 1. Weltkrieges plant der Heimatbund Parchim eine Ausstellung in der Remise des Landratsamtes. Es werden farbige Zeichnungen des französischen Infanteriekorporals Maxime Bour’re gezeigt, der selbst vier Jahre in dem Lager gefangen war. In dieser Zeit entstanden die Zeichnungen, die über Hunger, Entbehrungen, Zusammenleben der Gefangenen und das Wachpersonal Aussagen treffen. Hervorzuheben sind seine Porträts der Mitgefangenen.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge des Landes Mecklenburg-Vorpommern wird die Ausstellung mit einem mehrteiligen Programm begleiten und damit auch gleichzeitig aller Toten des 1. und 2. Weltkrieges gedenken. Höhepunkt soll eine öffentliche Gedenkveranstaltung auf dem Kriegsgräberfriedhof Dammer Weg am 26. Juni sein.

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