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Parchimer Zeitung

23. November 2017 | 10:40 Uhr

Spornitz : Endlich wieder Leben im Club

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Nach einem dreiviertel Jahr Provisorium beziehen die Spornitzer die Räume im sanierten Kinder- und Jugendzentrum

von
erstellt am 06.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Endlich wieder Platz für die Jugend von Spornitz. Nachdem der Musikkindergarten im Januar in seine Räume gezogen war (SVZ berichtete), ist jetzt auch der zweite Gebäudetrakt im erneuerten Kinder- und Jugendzentrum fertig. Für die fachmännische Sanierung des Gebäudes hatte die Gemeinde gesorgt. Um das gemütliche Innenleben des Clubs kümmern sich viele Ehrenamtliche.

„Das schafft man nicht allein“, sagt Antje Lobbe, die im Club über den Förderverein für Jugend-, Frauen- und Familienarbeit auf dem Lande JFF beschäftigt ist. „Du musst die Familie und Freunde hinter dir haben.“ Dazu zählt sie u.a. ihren Ehemann Henrik Lobbe und Schwester Anita Mietz, die immer dabei sind, wenn im Jugendclub Hilfe gebraucht wird.

Ein dreiviertel Jahr musste der Spornitzer Jugendclub wegen der Sanierung in einem Ausweichquartier überstehen. Es war äußerst beengt und kein Platz, um den Billardtisch und andere Spielgeräte aufzustellen. „Tut mir leid“, sagte eins der Kinder zu Antje Lobbe. „Aber hier fühle ich mich einfach nicht wohl.“ Die Besucher blieben aus. Schade, so die Clubleiterin, dass dann der Umzug immer wieder verschoben wurde. Doch das ist jetzt geschafft – mit Hilfe von Freunden, Familie, Feuerwehrkameraden, Eltern von Kindern und der Gemeinde. In den modernisierten Räumen ist auch mehr Platz als früher, weil ein riesiger Schornstein, der längst außer Betrieb war, abgerissen wurde. Einziger Wermutstropfen ist, dass mit der Renovierung ein Stück Tradition verloren gegangen ist: Denn auf Schornstein und Wänden hatten sich über die Jahre viele frühere Gäste mit ihrem Namen verewigt.

Antje Lobbe hatte einen Zettel in der Bäckerei ausgelegt, dass Einrichtungsgegenstände gesucht werden. Tische, Stühle und Regale stellte Familie Franke zur Verfügung. Die Firma Schliem aus Brenz sponserte eine neue Küche. Drei Handwerker bauten sie ebenfalls ehrenamtlich nach Feierabend ein.

Dieses Miteinander hat Tradition. Henrik Lobbe erinnert an den alten Jugendclub, den er zusammen mit Torsten Beier zur Wendezeit in der früheren Gaststätte Jägereck aufgebaut hatte. Auch das geschah quasi nebenbei. Keine Frage, dass er jetzt mit anpackt. Selbst mit dem Bereitstellen eines Notstromaggregat beim Zelten der Jugendlichen im vergangenen Jahr, damit die Handys am Morgen wieder aufgeladen werden konnten.

„Das Zelten hat uns gut gefallen“, sagt Carlo Schuldt (17). Eine ähnliche Veranstaltung wird es vermutlich in diesem Jahr wieder geben. Auf dem durch die Bauarbeiten in Mitleidenschaft gezogenen Außengelände des Clubs bleibt noch einiges zu erledigen. So müssen die Felder für Volleyball und Basketball wieder hergerichtet werden.

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