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Parchimer Zeitung

22. November 2017 | 12:19 Uhr

Parchim : Endlich beginnt Bau des Radwegs

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Wenn das Wetter mitspielt, soll der Abschnitt von Spornitz bis zum Ortseingang Parchim bis Ende Mai 2018 fertig sein

von
erstellt am 11.Sep.2017 | 21:00 Uhr

Eine gefühlte Ewigkeit haben die Radfahrer darauf gewartet. Jetzt wird er endlich gebaut: der Radweg entlang der Bundesstraße 191 zwischen Spornitz und Parchim. Mit dem offiziellen ersten Spatenstich wurde das gestern feierlich begangen. Wenn das Winterwetter nicht einen Strich durch die Rechnung macht, soll der Abschnitt von Spornitz bis Ortseingang Parchim Ende Mai 2018 fertig sein. Fehlt nur noch ein kleines Stück vom Ortseingang Parchim bis zum Schwarzen Weg. An der Vorbereitung dieses Abschnitts wird intensiv gearbeitet.

Vor Monaten hatten bereits Munitionsberger gut anderthalb Kilometer der Trasse in der Nähe des Flugplatzes untersucht. Sie stießen auf verschiedenste Überreste aus dem zweiten Weltkrieg - von Munition bis zu Stahlhelmen, zum Glück aber keine größere Bombe.

Am gestrigen Montag rollten die Fahrzeuge vom Ludwigsluster Baubetrieb MUT an. Das Unternehmen hatte bereits den Radweg entlang dieser Bundesstraße zwischen Brenz und Spornitz gebaut. Jetzt geht es weiter in Richtung Parchim: 5,34 Kilometer ist der Abschnitt, sagt Claudia Weidenhöfer, Prokuristin beim Bauunternehmen. Zweieinhalb Meter breit wird dieser neue Radweg aus Asphalt.

20 Jahre und mehr hat es gedauert, bis dieser Weg endlich gebaut wird, erinnerte der Spornitzer Bürgermeister Dieter Eckert. Er würdigte diejenigen, die sich für die Realisierung stark gemacht hatten. Darunter auch der Landtagsabgeordnete Wolfgang Waldmüller (CDU). Der hatte vor wenigen Jahren Bernd Sievers, einen Mitarbeiter vom Straßenbauamt Schwerin, zu einem Vor-Ort-Termin in die Region geholt. Sievers fuhr mit dem Elektrofahrrad die Strecke ab, Waldmüller begleitete ihn mit dem Auto. Der Mann aus Schwerin erkannte sofort, dass hier dringend etwas passieren muss, erinnert sich Waldmüller.

„Angst darf man nicht haben, sonst darf man nicht mit dem Fahrrad fahren“, sagte gestern auch Friedrich Zwang. Der Spornitzer hat einen Garten in Parchim. Früher fuhr er täglich mit dem Rad auf der Bundesstraße, heute nicht mehr ganz so oft. Er gehörte am Montag zu den fünf Ausgesuchten, die den ersten Spatenstich zelebrierten, und war sichtlich bewegt, dass endlich ein Radweg gebaut wird.

Dass es jetzt voran gehen kann, dafür wurde auch in der Verwaltung des Amtes Parchimer Umland mächtig gekurbelt. Amtsvorsteher Wolfgang Hilpert aus der Nachbargemeinde Lewitzrand hat selbst mit Grundstückseigentümern gesprochen, deren Stück Land für den Radweg gebraucht wurde.

Der Spornitzer Bürgermeister Dieter Eckert hängte sich voll hinein. Er hat sogar mit Grundstückseignern in der Nachbargemeinde Brenz verhandelt. Denn die Voraussetzung, dass der Radweg Richtung Spornitz gebaut werden kann, war, dass die Trasse auf der anderen Seite in Richtung Brenz führt, erfuhr SVZ. Die Klärung der Grundstücksverhältnisse war sehr aufwändig. Allein für den Abschnitt Spornitz-Parchim mussten Einigungen mit 270 Eigentümern gefunden werden. Dabei hatte Hartmut Stadie (Staatliches Amt für Umwelt und Natur) im Zusammenhang mit der Flurneuordnung eine Idee, die ein gutes Stück voran brachte. Auf alten Flurkarten war ein anderer Weg nach Parchim eingezeichnet, den es längst nicht mehr gibt. So konnte man Grundstücke, die jetzt für den Radwegbau gebraucht werden, gegen andere tauschen, über die der frühere offizielle Weg führte.

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