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Friedrichsruhe : Eltern zahlen ab März mehr für Kita

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Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Höhere Beiträge und mehr Plätze in Friedrichsruhe. Ab morgen Betriebserlaubnis für 70 Kinder. „Pfiffige Füchse“ erleben einen Boom.

von
erstellt am 28.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Schlechte Nachricht für Eltern in Friedrichsruhe: Sie müssen ab März mehr zahlen für die Kindertagesstätte. Gleichzeitig eine gute Nachricht: Es gibt mehr Betreuungsplätze in der boomenden Kita „Pfiffige Füchse“ .

Die Kita-Beiträge steigen ab dem morgigen Mittwoch deutlich in Friedrichsruhe. So zahlen Eltern dann für einen Ganztagsplatz im Kindergarten 183,84 Euro im Monat. Bisher waren es 146 Euro. Schon vor Monaten hatte Bürgermeister Uwe Kröger in der SVZ die Entwicklung vorhergesagt. Von der durch die Landesregierung angekündigten Entlastung der Eltern würden die Friedrichsruher kaum etwas spüren. Nach Jahren unveränderter Beiträge, in denen die Gemeinde die steigenden Kosten für die Kindertagesstätte allein auffangen konnte, wurde neu kalkuliert und mit dem Landkreis verhandelt. Die Friedrichsruher Gemeindevertreter haben die neue Gebührensatzung für ihre Kita beschlossen.

Auch das ist neu ab März: Fünf Mädchen und Jungen mehr darf die Kita „Pfiffige Füchse“ betreuen. Die Betriebserlaubnis wird auf 70 Plätze angehoben. „Das hätten wir uns nicht träumen lassen“, sagte Kita-Leiterin Heide Blank. Vor zehn Jahren gab es 38 Betreuungsplätze. Seitdem steigen die Zahlen. Schwung brachte das Angebot als sogenannte Randzeiten-Kita. Die Einrichtung in Friedrichsruhe hat morgens bereits um 4.45 Uhr geöffnet, abends in der Regel bis 18 Uhr. Wenn die Eltern entsprechende Dienstpläne vorweisen können, werden ihre Kinder sogar bis 20 Uhr betreut. 14 Elternpaare nutzen derzeit das Angebot.

„Die Eltern stehen im Moment Schlange“, erklärt Bürgermeister Kröger. Das sei für ihn ein Zeichen, dass die Qualität stimmt. „Das Personal ist mit Herz und Seele dabei.“

Gerade befassten sich die Kleinen über Wochen mit dem Projekt Mensch. Gut kommt die Ausrichtung als Naturkita an. Es gibt auch einen Naturspielplatz. Der bietet viele Möglichkeiten für die Schulung von Koordination und Feinmotorik. Immer wieder müsse aber Holz ausgewechselt werden, sagt die Kita-Leiterin. Sie lobt die „tollen Eltern“, die sich dabei engagieren. „Ohne diese Unterstützung würden wir es nicht schaffen.“

Zuletzt hatte die Kita schon mit einer Sondergenehmigung zusätzlich Mädchen und Jungen betreut. Mit der offiziellen Erweiterung muss jetzt auch investiert werden. Das reicht von der Ausstattung im Sanitärbereich über eine neue Wickelkommode bis zu mehr Garderobenplätzen.

Mehr geht nicht, so Heide Blank. Das Gebäude, das für 20 Krippenplätze und 50 Kindergartenplätze hergerichtet wird, gibt von der Quadratmeterzahl keinen Raum für zusätzliche Erweiterung.

Die Einrichtung boomt auch durch die günstige Lage an der Bundesstraße 321. Eltern, die auf dem Weg zur Arbeit nach Parchim oder Schwerin sind, schätzen das. So kommen die Kinder u.a. aus Zölkow, Domsühl, Sternberg und Goldberg. Nur die Hälfte der Mädchen und Jungen ist aus der Gemeinde Friedrichsruhe, die andere Hälfte von auswärts. Mittlerweile zog die Kommune die Reißleine: Erst kommen die Gemeinde-, dann die Geschwister-Kinder. Erst dann, wenn noch etwas frei ist, hat neuer Nachwuchs aus anderen Gemeinden eine Chance auf einen Betreuungsplatz.

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