PARCHIMER MACHT ES VOR : Elektrosparfuchs bleibt am Ball

Die  Fische im Aquarium haben sich problemlos an den Lampenwechsel gewöhnt.
Die Fische im Aquarium haben sich problemlos an den Lampenwechsel gewöhnt.

Parchimer Diplom-Ingenieur Peter Kuhlow deckt auch im Ruhestand mit Leidenschaft Energiereserven im eigenen Haus auf

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23. März 2014, 12:09 Uhr

Die „größte Niederlage seines Lebens“ hat Peter Kuhlow inzwischen weggesteckt. Vor drei Jahren hat der Parchimer Elektroingenieur mit Gleichgesinnten in ganz Europa gegen die Abschaffung der Glühbirne gekämpft. Der damals 72-Jährige hat den EU-Bürokraten bis ins letzte Detail vorgerechnet, dass die gute alte Glühbirne zu Unrecht auf die Streichliste gekommen ist. „Mit irreführenden Berechnungen wurde den Verbrauchern vorgemacht, dass beim kompletten Austausch aller bisherigen Glühlampen gegen Energiesparlampen der jährliche Ausstoß von Kohlendioxid in Deutschland um rund vier Millionen Tonnen verringert werden kann. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Der Nutzungsgrad von Glühlampen und Energiesparlampen ist bei Berücksichtigung der unterschiedlichen Heizleistung nahezu identisch. Was beim Einsatz der mehr als gewöhnungsbedürftigen Energiesparlampen an Elektroenergie gespart wird, muss der Verbraucher in der langen Heizperiode als zusätzliche Heizkosten aufbringen“, so Kuhlow seinerzeit. Ins gleiche Horn bliesen Experten in ganz Europa und blieben dennoch ungehört.

Für den Elektrosparfuchs Peter Kuhlow war das letzte Wort damit nicht gesprochen. Als hochspezialisierter Diplom-Ingenieur für Elektrowärme hat er sich weltweit mit Messungen, Untersuchungen und Optimierungen von Lichtbogen-Schmelz- und Pfannenöfen mehr als fünf Jahrzehnte beschäftigt. Das brachte ihm Anerkennung beispielsweise in Australien, Neuseeland, Südkorea, Israel, Kuba, Norwegen und der Schweiz ein.

Da ist es kein Wunder, dass der Mann der Praxis auch im eigenen Haus beim Energiesparen am Ball bleibt.

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