Wintersport : Eiszeit ist Parchims Winterknüller

Jung und Alt hatten von Ende November bis ins neue Jahr ihren Spaß auf dem Parchimer (Schlitt)-Schuhmarkt. Fotos: Wolfried Pätzold
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Jung und Alt hatten von Ende November bis ins neue Jahr ihren Spaß auf dem Parchimer (Schlitt)-Schuhmarkt. Fotos: Wolfried Pätzold

Abbau der mobilen Eisbahn bei klirrendem Frost. Enormer Zuspruch macht Vorfreude auf die 14. Saison

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04. Januar 2016, 14:24 Uhr

Die vielen kleinen und großen Schlittschuhfans können es noch nicht ganz glauben: Die 13. Eiszeit ist auf dem Parchimer Schuhmarkt Geschichte.  Am Wochenende waren Jung und Alt noch einmal gekommen, um sich für elf Monate vom eiskalten Vergnügen mitten in der Altstadt zu verabschieden. Nunmehr entscheidet Väterchen Frost, ob die Schlittschuhe endgültig an den Nagel gehängt werden, oder der Kufenspaß auf einem zugefrorenen See fortgesetzt werden kann.

„Es war eine tolle Zeit“, freut sich Stadtwerkechef Dirk Kempke. Und doch hat das Projekt mobile Eisbahn aus seiner Sicht zwei Seiten. „Aufgrund der zunächst ungewöhnlich milden Temperaturen mussten die Kühlaggregate von Ende November bis  fast zum Schluss auf vollen Touren laufen. Das hat die Kosten erhöht“, sagt der Stadtwerkechef.  Die renommierte Spezialfirma „Ice Business“ gibt  eine  hundertprozentige Eisgarantie bis zu Temperaturen von 25 Grad Celsius. Den Beweis trat „Ice Business“ bereits in Amerika, Russland, der Türkei, in Abu Dhabi und sogar in Thailand an. Ihre patentierte Technologie, bei der faltbare Aluminiumsegel und umweltfreundliches Polypropylenglykol als Kühlmittel zum Einsatz kommen, soll den Energieaufwand dennoch in Grenzen halten. „Der komplette Stromverbrauch der Alu-Eisbahn wird mit Kohlendioxid neutraler, ,grüner Energie’ von unseren Windkraftanlagen kompensiert“, verspricht das Unternehmen. „Wir sind in der glücklichen Lage, die steigenden Energiekosten durch den enormen Zuspruch zu kompensieren. Die genauen Besucherzahlen liegen zwar noch nicht vor, aber ein neuer Rekord ist wahrscheinlich“, meint Dirk Kempke.

Gestern Morgen rückten Mitarbeiter der Stadtwerke auf dem Schuhmarkt an, um den Abbau der mobilen Bahn vorzubereiten. Bei frostigen Temperaturen von minus zehn Grad Celsius war selbst die Demontage der Werbebanner ein ziemlich harter Job. In den zurückliegenden Wochen waren die Stadtwerker an sieben Tagen in der Woche hier im Einsatz, um eine spiegelglatte Eisfläche zu sichern. Dafür gab es viel Anerkennung von den Eissportfans.

Die Techniker von „Ice Business“ müssen nun von Kühlung auf Heizung umstellen, um die Eisfläche in vergleichbar kurzer Zeit zum Schmelzen zu bringen. „Das wird unter den gegenwärtigen Bedingungen eine Herausforderung“, ist sich Dirk Kemke sicher. Aber damit hat das weltweit agierende Unternehmen Erfahrung.

Ganz nach dem Motto, nach dem Vergnügen ist vor der nächsten Eiszeit, laufen bereits die Vorbereitungen für die Neuauflage einer mobilen Eisbahn für die Parchimer Innenstadt. „Es gibt Ideen, wie sie noch attraktiver werden kann“, macht Dirk Kempke neugierig. Dazu gehören beispielsweise ins Eis eingegossene LED-Lichtstreifen, die fürs sehr beliebte Eisstockschießen hilfreich und attraktiv wären. Im  Gespräch ist auch eine Eisrutsche, die der wohl schönsten Eisbahn im Norden die Krone aufsetzen würde. „Dann könnten die Wintersportfans zünftig ins 25. Jubiläumsjahr der Stadtwerke, dass wir 2017 begehen, hineingleiten“, freut sich Dirk Kempke bereits.

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