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FSJ Weltweit : Eine tolle Zeit in Parchim verlebt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bianca Macchi Lombardi aus Argentinien absolvierte ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Paulo-Freire-Schule

von
erstellt am 15.Jul.2016 | 08:44 Uhr

Mit ihrem gewinnbringenden Lachen und ihrer Begeisterungsfähigkeit hat Bianca Macchi Lombardi schnell die Sympathien auf ihrer Seite. Der jungen Frau aus Argentinien fällt es nicht schwer, sich in der Fremde zurechtzufinden, sich auf neue Orte einzulassen und sich dort wohlzufühlen. Die 21-Jährige brennt förmlich darauf, die Welt zu erobern: Ein Jahr lang absolvierte die junge Argentinierin jetzt in Parchim einen Freiwilligendienst. In wenigen Tagen beendet sie ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an der Evangelischen Grundschule mit Orientierungsstufe „Paulo Freire“.

Der Abschied wird weh tun, nachdem sie so supernett von den Kindern, von den Lehrern und Eltern aufgenommen wurde und Familie Doller in Lancken ihr während ihres Deutschland-Aufenthaltes ein Heim gab. Die Arbeit an der Schule hat ihr viel Spaß gemacht und ihr persönlich sehr viel gegeben: „Kinder sind meine Lehrer“, sprudelt es aus der 21-Jährigen regelrecht heraus. Die Austauschschülerin wurde von den Lehrern und Erziehern in die Unterrichtsgestaltung mit einbezogen, schaute auf dem Pausenhof nach dem Rechten und war ganz aktuell in den zurückliegenden Tagen eine Motivatorin für die Kinder beim Schwimmunterricht in Grabow. Besonders zu begeistern vermochte sie außerdem einmal in der Woche als Spanischlehrerin. Als Highlight gab es zum Abschluss jeder Stunde stets einen kleinen Exkurs in den Makarenatanz.

Für die junge Argentinierin, die im Bundesland Buenos Aires aufwuchs, ist der Deutschland-Aufenthalt nicht die erste große Auslandserfahrung. Bereits 2012 ermöglichte ihr Rotary International ein Austauschjahr in Neuseeland. Rotary engagiert sich seit Jahrzehnten im internationalen Schüleraustausch und trägt so zur Völkerverständigung bei. Das Freiwillige Soziale Jahr konnte Bianca Macchi Lombardi ebenfalls mit Unterstützung der Serviceorganisation antreten. Damit möchte Rotary auch jungen Erwachsenen zwischen 21 und 28 Jahren die Chance geben, die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

Für Bianca Macchi Lombardi war Deutschland das Wunschland Nummer 1. Bevor sie ihre Reise antrat, absolvierte sie zu Hause in Buenos Aires am Goethe-Institut einen viermonatigen Deutschkurs der Stufe A1. Inzwischen spricht sie die Sprache flüssig. „Ich liebe Sprachen und habe ein großes Interesse daran, andere Länder, neue Menschen und Kulturen kennen zu lernen“, sagt Bianca. Ganz nebenbei verrät sie, dass sie eines Tages auch italienisch lernen möchte, weil sie italienische Vorfahren hat.

Auch wenn Bianca den Gedanken an den letzten Schultag in der „Paulo Freire“ am liebsten ausblenden würde, so freut sie sich bereits sehr auf das Wiedersehen mit ihren Eltern in zwei Wochen - in Deutschland. „Sie haben mich bisher immer in all meinen Plänen unterstützt“, unterstreicht die 21-Jährige dankbar. Drei Wochen lang wird Bianca Macchi Lombardi mit ihnen das Land erkunden, das sie in den vergangenen zwölf Monaten für sich entdeckt hat. Und so schätzen gelernt hat, dass sie hier am liebsten eine Ausbildung im Tourismusbereich machen möchte. Auch um den Preis, dass sie sich wieder mit dem deutschen Winter arrangieren muss. „Das ist wirklich nicht die beste Zeit und die Sonne scheint nur so wenig“, fröstelt es Bianca schon bei dem Gedanken . Wenn es mit der Ausbildung klappt – und die junge Argentinierin glaubt ganz fest daran – dann steht für Bianca Macchi Lombardi auf jeden Fall fest: „Ich komme wieder in die Paulo-Freire-Schule – als Besucherin.“

 


 

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