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Parchimer Zeitung

25. November 2017 | 10:47 Uhr

Parchim : „Eine Sache der Feuerwehren“

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Kreiswehrführer Uwe Pulss: Umfrage zur Zukunft der Serviceeinrichtungen im Landkreis steht nicht unter politischem Druck

von
erstellt am 25.Okt.2017 | 05:00 Uhr

„Unsere Diskussion um die Zukunft der Serviceeinrichtungen, also Kreisfeuerwehrschule, -zentrale und Geschäftsstelle, ist frei von politischen Forderungen.“ Kreiswehrführer Uwe Pulss reagiert auf unseren gestrigen Beitrag „Feuerwehr: Karten neu gemischt“ zum Thema. Darin ging es darum, dass zwei Varianten zur Diskussion stehen und die Wehrführer sich für eine entscheiden sollten.

Variante 1 sieht den Komplett-Neubau der Feuerwehrtechnischen Zentrale plus zehn Tauschräume auf Amtsebene vor. Variante 2 schlägt die „Vollumfängliche Ertüchtigung beider Standorte (Dargelütz und Hagenow) mit 10 Tauschräumen“ vor.

Die Umfrage diene allein dazu, die Stimmung im Kreisfeuerwehrverband zu erfassen, stellt Uwe Pulss klar: „Die Meinungsbildung ist eine verbandsinterne Angelegenheit.“ Der Kreiswehrführer möchte mit dem Ergebnis der Befragung zur Sondersitzung des Kreisausschusses am 1. November ein belastbares Stimmungsbild in der Tasche haben. Das Thema der nicht öffentlichen Sitzung lautet „Künftige Ausrichtung der Feuerwehrtechnischen Zentrale und der Kreisfeuerwehrausbildung“.

„Hier geht es um eine Weichenstellung, die die nächsten 20 Jahre im Blick haben muss“, sagt Uwe Pulss. Der Verbandsausschuss habe alle Varianten geprüft und in Ruhe diskutiert, übrig bleiben die zwei oben genannten. Der Verbandsausschuss ist das zweithöchste Gremium des Kreisfeuerwehrverbands Ludwigslust-Parchim; Vorstand, Amtswehrführer und Wehrführer der amtsfreien Städte gehören dazu.

Pulss: „Wir haben alles in einer vernünftigen ruhigen Runde abgewogen. Unsere Idee ist es, mit den zehn Tauschräumen die ganze Fläche abzudecken.“ Hier gebe es schon Signale aus Verwaltung und Politik, dass die Einrichtung in einigen Amtsbereichen unkompliziert möglich sei.

Warum gibt es denn keine komplette Mitgliederversammlung? Eine Vollversammlung trage nicht unbedingt zur Entscheidungsfindung bei, ist die bisherige Erfahrung des Kreiswehrführers: „Wenn wir Pech haben, brauchen wir drei Anläufe.“

Die aktuelle Umfrage richte sich zudem an „alle, die auch auf einer Mitglieder-Vollversammlung stimmberechtigt“ seien. Das Ergebnis ist also mehr als repräsentativ – 287 Meinungen.

Gibt es nicht doch von Seiten der Politik Druck? Immerhin wird gerade das Haushaltspaket 2018 geschnürt. „Wir lassen uns nicht unter Druck setzen, auch nicht hineinreden“, sagt Uwe Pulss, „aber da wir uns jetzt im Verbandsausschuss verständigt haben, passt es.“

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