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Parchimer Zeitung

24. November 2017 | 16:09 Uhr

Parchim : Eine Quelle, die Parchim guttut

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Markower Quellen-Projekt nach der Amtszeit des Rotary-Präsidenten Ronald Pribbernow geweiht

von
erstellt am 14.Sep.2017 | 05:00 Uhr

„Wir brauchen Plätze, die uns guttun, wo wir zu uns selbst kommen“, sagte Pastor Siegfried Rau in die Stille des abendlichen Waldes. Parchim hat jetzt so einen Platz mehr, nämlich die Markower Quelle, die Rau am Dienstagabend vor rund 40 Besuchern feierlich weihte. Die Auffrischung der Quelle zum Rastplatz ist das Präsidentenprojekt des Parchimer Unternehmers Ronald Pribbernow, der ein Jahr lang dem Rotary Club vorstand (wir berichteten). Die Präsidenten-Projekte sind gemeinnützig.

Die unscheinbare Quelle war bisher leicht zu übersehen. Wer vom Voigtsdorfer Weg rechts den Wanderweg zur Markower Mühle nimmt, findet sie zur rechten Hand. Etwa zur halben Strecke plätschert rechts unterhalb des Wegs kristallklares Wasser aus dem Berg. Jetzt führen steinerne Stufen mit Geländer zum befestigten Quellplatz, auf dem eine Bank zum Verweilen einlädt. Oberhalb der Quelle am Weg können Wanderer Pause machen und an einem Tisch picknicken. Eine von vier Schülerinnen der Paulo-Freire-Schule mit Lehrerin Frauke Doller gestaltete Tafel klärt Spaziergänger über Untersuchungen an der Markower Quelle auf.

„Für mich persönlich ist das ein ganz großes Ereignis“, freute sich Ronald Pribbernow und dankte allen, die mitgeholfen haben. Die Parchimer Firma Straßen- und Wegebau Schwarz arbeitete an der Quelle, die Stadt unterstützte ebenso wie das Architekturbüro Kröpelin & Spegel. Die Gestaltung erfolgte übrigens in enger Abstimmung mit den Naturschutzbehörden.

Die Quelle befindet sich in geschichtsträchtiger Lage in der Markower Hügellandschaft. Ronald Pribbernow verbindet sie mit persönlichen Erinnerungen: „1965 in einem heißen Sommer hatte mich meine Oma zum Blaubeerensammeln mitgenommen. Ich weiß noch, es war sehr heiß und Oma zeigte mir die Quelle. Dass wir uns dort erfrischten, ist mir im Kopf geblieben.“ Auch der Witziner Pastor Siegfried Rau, der die feierliche Weihe übernahm, kennt die Quelle: „1970 habe ich mich hier mit Heidi getroffen, dem hübschesten Mädchen von ganz Parchim. Allerdings haben mich ihre funkelnden blauen Augen so fasziniert, dass ich gar nicht gesehen habe, dass es hier eine Quelle gibt.“ Nun hätten Ronald Pribbernow und alle Beteiligten eine Quelle, die ganz verborgen da lag, wieder spürbar gemacht, damit sie fröhlich plätschere. Für diejenigen, die ein Hamsterrad mit der Karriereleiter verwechseln, könne die Markower Quelle ein Ort sein, wo „wir zu uns selbst kommen“. Siegfried Rau: „Wer rastet, der rostet nicht etwa, der kommt aus der Rastlosigkeit des Lebens heraus.“

Parchims Bürgermeister Dirk Flörke (CDU) lobte das Projekt: „So etwas Schönes gehört zu Parchim. Es ist eine klitzekleine Sache, die sehr viel bewirken kann. Die Stadt unterstützt hier gern.“ Was die Schülerinnen der Paulo-Freire-Schule alles rund um die Markower Quelle erforscht haben, können Spaziergänger an der Tafel am Wanderweg lesen. Frauke Doller, stellvertretende Schulleiterin: „Es hat sich jetzt eine Elterninitiative gegründet, die das Projekt weiter pflegen will.“

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