Sozialamt : Eine Blockade als letzter Ausweg?

Konstantin Christoforidis auf seinem Elektro-Mobil im Flur des Sozialamtes.
Konstantin Christoforidis auf seinem Elektro-Mobil im Flur des Sozialamtes.

Konstantin Christoforidis kämpft im Sozialamt um Grundsicherung / Behörde sichert ihm zu: Bis Freitag wird sein Widerspruch bearbeitet

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22. Juli 2014, 16:08 Uhr

Konstantin Christoforidis ist am Dienstagmorgen nahe daran, sich auf dem Sozialamt in der Kreisverwaltung Parchim anzuketten. Er hat riesige finanzielle Sorgen. Das Amt will ihm kein Geld geben.

Konstantin Christoforidis kämpft darum, dass er endlich die Leistungen erhält, „die mir zustehen“, wie er sagt. Am wichtigsten sei für ihn, dass er seine Krankenversicherung bezahlen kann: 154 Euro im Monat, damit er weiter lebensnotwendige Medikamante erhält.

Seine deutsche und spanische Erwerbsunfähigkeitsrente von insgesamt 409 Euro reiche nicht einmal, um die Kosten für Krankenversicherung, Strom und Gas zu zahlen. Bereits im Januar hatte er einen Antrag auf Grundsicherung gestellt, berichtet er. Ende Mai kam der Bescheid mit der Ablehnung. Viele seiner Ausgaben wolle das Sozialamt nicht anerkennen, erklärt der Dobbertiner.

Christoforidis schaltete eine Anwalt ein und ging in Widerspruch. Als er in dieser Woche noch immer keine Antwort und kein Geld hatte, drohte er am Dienstag auf dem Amt mit Sitzstreik.

Christiane Krüger, amtierende Sozialamtsleiterin, sicherte Christoforidis zu, dass der Widerspruch bis Freitag dieser Woche bearbeitet wird. Drei Monate habe der Kreis eigentlich dafür Zeit, sagt sie gegenüber SVZ. Es sei wichtig, gründlich zu prüfen. Inhaltlich kann sich Krüger nicht zu dem Fall äußern.

Christoforidis ist skeptisch, wie der Widerspruch ausgeht. Sollte er kein Geld bekommen, sei er spätestens am Montag wieder im Sozialamt.

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